Regionalliga Nordost
Zuschauer: 387
Stadion am Wurfplatz
An diesem Freitag sollte es dann mit Nemo doch noch mit einem Spielbesuch klappen. Ich hatte richtig Lust mal wieder ins Amateurstadion zu gehen. Gerade mit der größeren Durchlässigkeit zwischen der Profi- und den Nachwuchsmannschaften, ist der Besuch auch aus sportlicher Sicht momentan ziemlich attraktiv.
Die Anreise stellte einen schönen Flashback dar, denn mit dem Fahrrad ging es aus Wilmersdorf in Richtung Olympiastadion. Die Fahrt machte riesigen Spaß und so wühlte ich mich durch den Berliner Feierabendverkehr und erreichte dann gegen 18:45 die Geschäftsstelle, wo Nemo bereits auf mich wartete. Gemeinsam legten wir die letzten Meter zurück, ich schloss das Fahrrad an und dann ging es auch direkt rein.
Der einzige Doppel-Wehrmutstropfen an diesem Abend: Dauerkartenbesitzer erhalten keinen kostenlosen Eintritt mehr zu Spielen der zweiten Mannschaft. Schade- das war immer ein riesiger Luxus. Außerdem gibt es überhaupt keine Tageskasse mehr, sondern man kann nur noch Online-Tickets kaufen. Gerade letzteres sollte wirklich nicht der Anspruch von Hertha BSC sein.
Wir teilten uns direkt auf, um Speis und Trank zu organisieren. Mit dem Anpfiff nahmen wir dann unseren Platz ein und starteten unsere kulinarische Spielbegleitung. Alleine dafür lohnt sich ein Besuch der Amas. Die Currywurst schmeckte und Bier und Glühwein rundeten das Ganze für uns ab. Das alles zu fairen Preisen. Der Spielbesuch mit Nemo war sehr nett und so diskutierten wir ausgiebig unsere Leben, die Situation um Hertha BSC und weitere Fanthemen aus Deutschland und der Welt.
Es gab einige interessante Spieler zu beobachten. Nach seiner Verletzung freute es mich ganz besonders, dass Ibrahim Maza sein Comeback feiern konnte. Tim Hoffmann, der am Sonntag sein Profidebüt feiern sollte, war ebenfalls auf dem Platz. Weitere interessante Spieler waren Gustav Christensen, der Neuzugang Bradley Ibrahim und nicht zuletzt Kapitän Änis Ben Haitira. Dárdai, der ebenfalls anwesend war, hatte den Neuzugang Bradley Ibrahim noch in den Himmel gelobt „Der ist zu gut für uns“. Offensichtlich wurde sich dann doch für den langsamen Aufbau entschieden und so sah man ihn erstmals bei der U-23. Er forderte viele Bälle, sah physisch gut aus und spielte auch den einen oder anderen guten Ball. Das machte Lust auf mehr.
Ergebnistechnisch brachte diese geballte Prominenz aber gar nichts denn Altglienecke gewann das Spiel mit 0:2. Torschützen waren der Ex-Herthaner Jonas Dirkner und der Ex-Karlsruher Marvin Pourié. Pourié kickt also nach einer absolut wilden Karriere mit zwei Champions Leauge Einsätzen nun bei Altglienecke. Ich fand den Jungen beim KSC echt geil und mit Stationen in Dänemark, Russland, Holland, Belgien und einer Jugendausbildung bei Liverpool sollte der Mann die eine oder andere Anekdote zu erzählen haben.
Nach dem Spiel ging es vom S-Bahnhof Pichelsberg und einem längeren Umstieg am Westkreuz zurück in die Landeshauptstadt Brandenburgs.
