17.08.2024 UD Oliveirense- CD Mafra 0-0

Liga 2

Zuschauer: 656

Estadio Carlos Osório: Oliveira de Azeméis

In Bewegung bleiben war das Motto an diesem Wochenende. Die Erkrankung schlug auf die Lebensgeister, aber mein Mehrwert zu Hause war relativ begrenzt. Somit dann lieber den Körper quälen, um einen neuen Ground wegzuscheppern. Das Estádio Carlos Osório ist einer von drei Zweitligagrounds, die mir noch fehlten. Kilometertechnisch war das Stadion nicht allzu weit entfernt, aber die Anbindung war wie gewöhnlich eher ausbaufähig. Ich entschied mich dann für einen Mittelweg und fuhr mit dem Zug nach Ovar. Von dort bestellte ich mir dann ein Uber nach Oliveira de Azeméis. Das war ein recht solider Plan und der Preis war sogar noch im einstelligen Bereich. Der Fahrer hielt dann wild in der zweiten Reihe vor dem Stadion. Das Auto dahinter war angepisst. So sprang ich schnell aus dem Auto, schlug die Tür zu, klopfte meine Hosentasche ab und merkte sofort, dass ich das Handy im Uber liegenlassen hatte. Also hinter dem Auto hergerannt in der festen Überzeugung, dass der Fahrer in den Rückspiegel guckt und anhalten würde. Yo- hielt er nicht.

Frust und Ernüchterung hoch 100. Was macht man in diesem Moment? Mein Ticket war auf dem Handy. Meine geplante Rückfahrt mit dem Uber nach dem Spiel- hinfällig. Kontaktmöglichkeit zum Fahrer und nach Hause? Yok! Top. Ich wartete noch relativ lange an dem Ort in der Hoffnung, dass der Fahrer zurückkehren würde. Die Situation war beschissen- aber sie würde nicht besser werden, wenn ich jetzt am Arsch der Welt auf den Spielbesuch verzichten würde. Also kaufte ich mir ein Ticket, lief in das einzige offene Lokal (Das Lokal der Heimszene) und bestellte ein Frustbier. Ich versuchte dann noch den Bahnhof zu finden, um den Fahrplan zu checken- aber dafür reichte die Zeit nicht mehr. Ich hatte sowieso dunkel im Kopf, dass erst drei Stunden nach Abpfiff ein Zug fahren würde.

Dann also rein ins Stadion, ein Wasser und ein Chouriço Brot gekauft und dann suchte ich mir einen Platz direkt neben dem Gästeblock. Für portugiesische Verhältnisse war das Stadion eher langweilig mit Ausbau an nur zwei Seiten. Das sah alles ordentlich und funktional aus- aber mein Herz ließ es nicht höher springen. Für die zweite Liga ist die Kapazität auch wirklich arg gering. Heute reichte es aber, denn nur knapp 600 Leute wollten das Spiel verfolgen. Darunter circa 60 Fans aus Mafra. Die Szene aus Mafra kam circa 10 Minuten zu spät und gefiel mir danach aber mit einem leidenschaftlichen Auftritt wirklich gut. Ein kleiner aber feiner Haufen, der ja bereits Vudi Röller inspirierte.

Auf der Heimseite bemühten sich circa 20 Leute mit einem Standardrepertoire um die Unterstützung der Mannschaft. Das Spiel war wieder katastrophal und endete mal wieder 0:0. Richtig geil, dass mein Wettanbieter schon gar keine Quoten mehr auf dieses Ergebnis anbietet.

Nach dem Spiel lief ich dann zunächst zum Bahnhof und wurde dort in meiner Vermutung bestätigt: Der nächste Zug fährt erst in drei Stunden. Da gefiel mir die Option besser die Straßenschilder nach Ovar zu suchen und ein Wunder zu erzwingen. Also lief ich langsam aus dem Ort heraus und versuchte vergeblich Autos anzuhalten. Nach einer Weile kam mir ein Taxi entgegen, das ich ebenfalls versuchte anzuhalten, das aber gefüllt war. Nach circa 10 Minuten kam es zu einem Miniwunder, denn der pfiffige Taxifahrer war mir hinterhergefahren und brachte mich nach Ovar. Der Preis war zwar doppelt so hoch wie bei Uber, aber besser als 17 Kilometer zu Fuß zu laufen, war es allemal. Der Fahrer konnte es nicht fassen, dass ich für diesen Kick extra aus Porto angereist war.

In Ovar angekommen, rannte ich dann quer über das Gleis, um den bereitstehenden Zug nach Porto zu bekommen. So war ich dann zumindest relativ schnell zu Hause. Dort konnte ich dann den Fahrer kontaktieren und dieser Mensch wird mit Blick auf sein Karma vermutlich Probleme bekommen. Handy weg, Fahrer charakterlich fragwürdig, UBER nicht zu kontaktieren. Das ist die Kurzfassung dieser neusten Episode „Pleite, Pech und Pannen“ oder: Wie doof kann man eigentlich sein? Zumindest lohnt sich die Geschichte für den Blog?! Uber Merda!

Fotos gibt es daher auch keine- aber WordPress bietet jetzt ein geniales Feauture mit KI an, das Euch das Beitragsbild beschert. Habe ich Euch in Bordeaux auch schon reingelegt?!

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