Qualifikation Europa League
Zuschauer: 15.861
Estádio Municipal de Braga
Die Vorfreude auf das Gastspiel von Rapid Wien in Braga war enorm. Gleichzeitig tobte bei uns im Haushalt nun endgültig die Mini-Pandemie- auch wenn ich mittlerweile wieder negativer war als Fotoabzüge. Ich nahm einen relativen späten Zug und somit entfiel das Glotzen des Rapid Haufens- wobei dieses Mal auch kein Treffpunkt öffentlich angekündigt war. Ich lief noch ein wenig durch die Altstadt und nach einem Bierchen, fand ich noch ein schönes kleines Lokal, in dem ich einen Happen zum Abendbrot aß.
Mittlerweile habe ich das portugiesische Timing bei Fußballspielen wirklich gut drauf. Danke auch hier wieder einmal für die Kartenbeschaffung an den Herren aus Braga. Für 6,50 konnte dieser für eine Begleitperson eines Mitglieds heute eine Karte im Unterrang kaufen. Das Stadion ist einfach spektakulär und es gibt wenig Schöneres als an das Stadion heranzulaufen, während im Hintergrund gerade die Sonne untergeht. Ich musste dann gefühlt 20.000 Treppenstufen nach unten laufen, um meinen Platz einnehmen zu können. Stets mit gutem Blick auf die Felswand.
Es stellte sich aber heraus, dass das Stadion nicht gut geeignet ist, um Gäste zu gucken. Zwar konnte ich Rapid dieses Mal gut sehen, aber akustisch kam so gut wie gar nichts bei mir an. Für mich war es das erste Mal Rapid und mich würde es wirklich interessieren, wie der Auftritt in der Eigenwahrnehmung war. Durch die fehlende Akustik war ich nicht ganz so geflasht wie bei Zürich in der vergangenen Woche. Optisch mit tollem Fahneneinsatz sehr gelungen- aber der ganz große Wow-Faktor blieb heute aus. Schade!
Die Heimseite fand ich ganz solide. Ich saß direkt gegenüber und vermutlich auch deswegen waren die Gesänge gut vernehmlich. Ich finde viele der Melodien von Braga recht gelungen und muss in diesem Jahr meinen eher zurückhaltenden Eindruck der Fanszene von Braga langsam revidieren. Das war auf jeden Fall auch heute wieder sehr solide.
Auf dem Rasen tat sich die Elf von Braga wieder enorm schwer. Trotz einer roten Karte in der dritten Minute gegen Rapid, kam Braga überhaupt nicht zum Zuge. So konnte Rapid sogar nach einem Konter in Führung gehen. Übrigens durch die Koryphäe Guido Burgstaller, den ich das gesamte Spiel ehrlich gesagt ziemlich gut fand. Braga konnte letztendlich mit viel Mühe noch 2:1 gewinnen. Den Siegtreffer erzielte der momentan sehr formstarke Rodrigo Zalazar.
In der 88. Minute quetschte ich mich dann durch meine Reihe, um bereits den Aufstieg nach oben in Angriff zu nehmen. Selten habe ich mich so geschämt. In der 91. Minute kam ich oben an und verfolgte dann von oben noch die letzten Minuten. Mit dem Abpfiff joggte ich aus dem Stadion und machte aus 31 Minuten 16. Somit bekam ich noch den früheren Zug, was Balsam für das Schlafkonto und die Gesundheit war.




