01.09.2024 AD Ninense- Viera 1:3

AF Braga Pro-Nacional

Zuschauer: 200

Complexo Desportivo de Nine

In Nine angekommen musste ich erst einmal Schlucken. Auch mit diesem Spielort hatte ich mich im Vorfeld nicht so richtig beschäftigt. Es ist aber der Knotenpunkt für die Züge nach Braga und Viana do Castelo. Daher war ich im Vorfeld von einer gewissen Größe ausgegangen. Da war aber mal absolut gar nichts los und auf dem Weg zum Stadion fand ich kein einziges offenes Lokal. Also kaufte ich mir bereits 35 Minuten vor Anstoß meine Eintrittskarte. Ich lief die Stufen nach oben, der Ordner wies mir schon den Weg, aber ich winkte sofort ab und bog in Richtung Stadionkneipe. Direkt unter der Tribüne verbrachte ich dort noch ein paar schöne Minuten. Ich nahm mir ein Wasser mit nach oben und landestypisch wurde der Deckel abgelöst. Die Kneipenbesitzer legten mir jedoch nahe den Deckel einfach in die Hosentasche zu stecken, um der GNR ein Schippchen zu schlagen. Nach den Erfahrungen von gestern war ich für solch eine kleine Racheaktion sofort zu begeistern. #Deckelrevolution

Gekickt wurde heute in der höchsten Spielklasse des Regionalverbands Braga. Die Gäste aus Viera hatte ich letzte Saison im Landespokalfinale gesehen. Heute gingen sie mir aber mit ihrer unsportlichen Spielweise ziemlich auf den Senkel. Das Schiedsrichterteam hatte das Spiel überhaupt nicht im Griff und so folgte Unsportlichkeit auf Unsportlichkeit. Das Heimpublikum war davon nicht begeistert und so bekamen die Schiedsrichter wieder einiges zu hören.

Das Stadion ist für portugiesische Verhältnisse nichts Besonderes. Gekickt wurde auf Kunstrasen und es gibt nur auf einer Seite eine Tribüne. Organisierte Unterstützung gab es heute auf keiner Seite und die Gäste konnten das Ding durch einen Hattrick mit 1:3 gewinnen. Im Juni hatte Viera ja einen recht passablen Auftritt auf die Tribünen gezaubert- vermutlich wirklich Leute aus anderen Fanszenen, die in der freien Zeit ihren Heimatverein unterstützten.

Nach dem Spiel hatte ich noch etwas Zeit zu killen und lief einen anderen Weg zum Stadion. Zum Glück fand ich noch eine offene Kaschemme auf der Rückseite des Bahnhofs, die mir die Wartezeit etwas versüßte. Dann ging es mit dem Zug zurück nach Porto und ein entspannter Sonntag neigte sich seinem Ende entgegen.

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