14.09.2024 USC Paredes- Os Sandinenses 4:0

Cameponato de Portugal: Serie A

Zuschauer: 500

Estádio Municipal das Laranjeiras: Paredes

In der gleichen Liga wurde auch um 19:00 noch gegen den Ball getreten. Den Spielort erreichte ich wieder über Landstraßen. Ein wenig beklemmend war die Fahrt, da im Laufe der Partie in Pevidém hinter dem Stadion ein Feuer ausgebrochen war. Auch an einigen weiteren Wegpunkten konnte man in der Ferne weitere Feuer lodern sehen. Leider eine Entwicklung, die mich in den nächsten Tagen begleiten sollte. Ich machte noch einen spontanen Stopp in einem Café am Straßenrand und steuerte dann mein Auto auf einen Parkplatz an der Hinterseite des Stadions. Kurz die Ticketfrage geklärt und dann verbrachte ich noch eine halbe Stunde in einer Bar, gewann im Laufe der Zeit die Sympathien der Wirtin und aß noch ein sehr leckeres Sandwich.

Am Stadioneingang war ich dann kurz ernüchtert, denn mir wurde ungefragt ein Ticket für den Gästeblock verkauft. Nach den Erfahrungen mit Trofa überschattete die Angst vor einer Blocksperre etwas den Genuss der 90 Minuten. Paredes spielte einen sehr gepflegten Ball. Hier sah man, dass die Mannschaft bereits so früh in der Saison Automatismen entwickelt hatte. Diese wurden immer wieder abgerufen und so konnte die Heimmannschaft zahlreiche gefährliche Situationen kreieren. Drei der vier Tore fielen somit auf nahezu exakt die gleiche Weise. Die Gäste waren komplett chancenlos und waren mit dem 4:0 am Ende noch gut bedient.

Das Stadion wurde im Jahr 2021 nach einer Kernsanierung neu eröffnet. Mir gefiel es auch ziemlich gut. Es gibt eine große Haupttribüne und eine kleinere Gegengerade, die den Gästen vorbehalten ist. Lediglich der Zugang für die Gäste war mal wieder bescheuert, denn man konnte nur Dixie Klos benutzen. Immerhin gab es aber einen kleinen Getränkestand im Gästebereich.

Beide Mannschaften hatten kleinere Unterstützungskreise dabei. Paredes wurde hinter zwei Zaunfahnen von circa 20 Leuten unterstützt. Dazu gab es in der ersten Hälfte noch die Unterstützung einer Kindermannschaft, die sich in den Mob einreihte. Da ging einem wirklich das Herz auf. Mit der Zaunfahne vertreten waren die Gruppen „White Legions“, die im Jahr 2018 gegründet wurden. Dazu hatten sie noch eine weitere Zaunfahne mit dem Motto „Turma 1924“. Das war für die Liga schon schwer in Ordnung.

Die Gäste gefielen mir nicht so gut, sodass ich in Portugal erstmals das Prädikat Dorfultras vergeben würde. Ich durfte den Gästesektor zum Glück mit Abpfiff verlassen und dank des Autos war ich nach einem langen und schönen Tag zügig wieder zu Hause.

Hinterlasse einen Kommentar