Primeira Liga
Zuschauer: 1.500
Estádio do Rio Ave: Vila do Conde
Es war Freitagabend und ein Spielbesuch war eigentlich nicht geplant, aber es war eine lange Woche- dann ist Fußball ein bisschen wie Junk Food- ab und an darf man sich eine Schwäche gönnen. Da sich unser angekündigter Besuch verspätete, wurde der Weg endgültig freigeräumt.
Unter normalen Umständen hätte ich gesagt, dass dieser Ground nicht unbedingt bestätigt werden muss, vor allem nicht mit einem eher unattraktiven Spiel. Aber ich hatte einfach Lust auf Fußball.
Also folgte ich meinem Herzen, das mich zur Metrostation führte. Mit der Expressbahn war ich auch ziemlich schnell in Vila do Conde. Während ich in der Schlange stand, kaufte ich mir online noch ein Ticket, und fünf Sekunden vor der Sicherheitskontrolle landete dieses dann auch in meinem E-Mail-Postfach. Mit dem Stadion von Rio Ave werde ich einfach nicht warm. Wie schon beim letzten Mal beschrieben, gibt es lediglich eine Tribüne, die aber auch nicht durchgängig begehbar ist. So ist man wirklich in einem Block dauerhaft isoliert. Ich suchte mir einen Platz in der letzten Reihe, nicht ohne zuvor noch ein Schnitzelbrötchen gekauft zu haben. Da gibt es keine Abzüge zu vermelden.
Schwierig zu bewerten war einmal mehr der Support. Ich konnte beide Fangruppen bestenfalls erahnen und auch nur selten hören. Den besseren Eindruck machten die Gästefans aus Famalicão, die mit einigen Fahnen auf sich aufmerksam machten und ziemlich ausdauernd die Mannschaft zu unterstützen schienen. Die Fans von Rio Ave, auf Höhe der Mittellinie, konnte ich weder optisch noch akustisch wirklich wahrnehmen. Ein Jammer, dieses Stadion.
Auf dem Rasen entwickelte sich das typische portugiesische Erstligaspiel, wobei immerhin zwei Tore fielen. Diese waren gerecht verteilt, sodass die Partie mit einem 1:1 endete.
Nach dem Spiel ging ich zügig zur Metro, die kurze Zeit später auch direkt eintraf. So war ich dann gegen 23:00 Uhr bereits wieder zu Hause. Kann man an einem Freitagabend mal machen.


