24.11.2024 FC Pedras Rubras- AR São Martinho 2:3

Taça de Porto

Zuschauer: 300

Estádio Municipal Pedras Rubras

Der Schmerz über den baldigen Abstieg war am heutigen Tag so groß, dass die einzige Linderung ein Tripler versprechen sollte. Ich entschied mich für die Partie von Pedras Rubras im Porto-Pokal, die eine Kombination mit dem Spiel von Varzim zuließ. Das Stadion hatte ich vor einigen Monaten bereits auf der ersten Etappe des Jakobswegs gesichtet. Die Lage ist ziemlich krass, da man sich direkt neben der Landebahn des Flughafens befindet. Dementsprechend laut wird es immer mal wieder. Vermutlich ist ein Stadion aber dennoch das sinnvollste Bauwerk an diesem herausfordernden Platz.

Ich parkte kurz vor 15:30 am Stadion und holte mir mein Ticket. Vor mir waren Gästefans und ich musste mir den demütigenden Vorgang angucken wie sie ihre Fahnen den Polizisten (GNR…) vorführten und eine Fahne im Auto verbleiben musste. Ohne zu murren, nahmen sie diese Entscheidung hin. Es ist schon sehr frustrierend zu sehen, wie willkürlich Polizisten hier agieren können. Aber wie sagte schon Sokrates: Der Wille des Polizisten mit dicker Wampe ist unantastbar. An diesem Willen scheiterte auch ich, denn obwohl die Barfrau mir für meinen Schokodoughnut einen Teller mitgab, scheiterte ich am Security mit vorauseilendem Gehorsam. Als ich den Teller zurückbrachte, solidarisierte sich die korrekte Barfrau herzerwärmend mit mir.

Das Stadion war einmal mehr ziemlich cool. Es gab eine steile Haupttribüne mit einigen Sitzreihen. Im vorderen Bereich unterstützten etwas 10 Heimfans immer mal wieder ihre Mannschaft. Im hinteren Bereich tat es ihnen eine etwa gleiche Anzahl an Gästen gleich. Das war für diesen ungemütlichen Sonntag im November schwer in Ordnung. Die Polizei stresste die Heimfans dann immer mal wieder und ermahnte sie ohne Beleidigungen auszukommen. Dabei war da nicht einmal etwas unter der Gürtellinie. Dem Linienrichter wurde nur ein Überdenken der Berufswahl nahegelegt. Es war zum Verzweifeln.

Das Spiel sah kurz nach einer eindeutigen Kiste aus. Mit 0:3 waren die Gäste zwischenzeitlich in Führung. Dann kam die Heimmannschaft aber zurück und konnte auf 2:3 heranziehen. Eine Verlängerung hätte meinen Zeitplan durchkreuzt. Mit dem letzten Freistoß kam sogar der Torwart mit nach vorne und kam tatsächlich an den Ball. Im Gestocher schob ein Heimspieler den Ball über die Linie. Der Linienrichter hatte jedoch eine Abseitsposition entdeckt, sodass der frenetische Jubel der Heimfans jäh endete. Ich war zugegebenermaßen etwas erleichtert und stieg in das Auto nach Varzim.

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