24.11.2024 Varzim- Elvas 1:2

Taça de Portugal

Zuschauer: 1.100

Estádio do Varzim Sport Club: Póvoa de Varzim

Ein kleines bisschen zu früh zog ich die Notbremse und parkte ein. Ich war in relativer Schlagdistanz und konnte aus eigener Kraft das Stadion pünktlich erreichen. Das war mir gut genug, auch wenn ich so einige Meter verschenkte. Etwas auf die Tube gedrückt und dann kam ich kurz vor dem Anpfiff am Eingang an. Glücklicherweise war die Einlasssituation auch entspannt, sodass ich problemlos pünktlich auf meinem Platz war. Ich hatte mir ein Ticket für die Tribüne gegönnt. Mit Blick auf die Wettervorhersage schienen diese zwei Euro eine herrliche Rendite abzuwerfen und so war es dann schlussendlich auch. Während des gesamten Spiels entlud sich ein Sturmtief über dem Stadion und ich war sehr froh ein Dach über den Kopf zu haben. Vielleicht die erwachsenste Entscheidung meines Lebens.

Mit Varzim und Elvas standen zwei Traditionsvereine auf dem Platz. Der Sieger sollte gegen Vitória spielen. Alles war angerichtet für ein herrliches Fußballfest und es entwickelte sich auch eine spannende und kampfbetonte Partie. Varzim konnte mit 1:0 in Führung gehen und hatte das Spiel weitestgehend im Griff. Nur leider kam am Ende mal wieder die alte Fußballweisheit zum Tragen. Wenn Du das zweite Tor nicht machst, wirst Du manchmal böse erwischt. So war es auch heute. Elvas war plötzlich eiskalt und effizient und konnte das Spiel drehen. 1:2 hieß es am Ende für die Gäste und keiner wusste so richtig warum. Varzim rannte an und rannte an, aber es sollte einfach nicht sein.

Die Heimfanszene wurde vom Regen angespornt und zeigte einen recht passablen Auftritt. In der Halbzeit suchten sie Schutz vor dem Regen und ließen alle Fahnen unbewacht hängen. Bei solchen Momenten ist es manchmal verrückt wie groß der Unterschied zwischen Portugal und Deutschland ist.

Die Gäste aus Elvas wurden von circa 40 Leuten im Gästeblock begleitet, die auch immer mal wieder zu vernehmen waren. Ich hatte von Elvas immer mal wieder etwas gehört und gelesen, sodass ich am Ende vielleicht trotzdem etwas enttäuscht war.

Nach dem Spiel feierten die Gäste ihr Team, während sich die Heimmannschaft ordentlich etwas anhören musste. Die Spieler nahmen die Kritik aber sehr gut an und stellten sich den Gesprächen, sodass man am Ende noch einmal Geschlossenheit demonstrierte und sich auf die nächsten Spiele einschwor. Es geht nämlich weiter um die Teilnahme an der Aufstiegsrunde in die zweite Liga, was für Varzim wichtig wäre. Für mich ging es im Starkregen zum Auto und auch die Wellen des Ozeans waren gewaltig. Ein lupenreiner Tripler.

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