08.12.2024 AD Marco 09- Marítimo B 2:1

Campeonato Serie B

Zuschauer: 400

Estádio Municipal Marco de Canaveses

Und auf einmal gestikuliert ein vermummter Ultra in seinem Auto und signalisiert mir, dass ich doch mal dalli dalli herkommen soll…

Aber bevor wir dazu kommen ein kleiner Sprung zurück und alles in seiner Chronologie. Portugal wollte uns zum Abschied je nach Sichtweise noch einmal richtig quälen oder verwöhnen. Die Sonne schien ununterbrochen und so starteten wir den Tag in Matosinhos und füllten den Speicher an Vitamin D noch einmal auf. Ich befürchte diesen Speicher werden wir in den nächsten Monaten dringend brauchen. Ich löste mich dann aus der Gruppe, denn es sollte noch einmal zum Fußball gehen. In der letzten Woche hatte ich noch reflektiert, dass ich eigentlich erst einmal alles abgehakt hatte. Kurz nach dem Hochladen des Berichts wurde mir klar, dass das überhaupt nicht zutreffend war. Ein Heimspiel von Marco wurde im Laufe der Woche zu einem immer stärker werdenden Traum. Zu lustig und chaotisch waren die beiden Auswärtsauftritte, die ich gegen Salgueiros und Leça gesehen hatte.

Mit dem Auto ging es durch die wunderschönen Hügel rund um Porto und dann erreichte ich das ebenfalls auf einem Hügel gelegene Stadion von Marco de Canaveses. Ich hatte noch circa 20 Minuten, erwischte den letzten Parkplatz vor dem Stadion und stieg aus meinem Auto aus. In diesem Moment trug sich die oben angeteaserte Szene zu. Ich war im ersten Moment baff- im zweiten Moment musste ich einfach nur lachen ob der Absurdität der Szene und lief glucksend in Richtung Beifahrerfenster. Die beiden Herren wollten einfach nur wissen, ob ich nicht ausparken würde. Als ich verneinte, grüßten sie nett und versuchten weiter ihr Glück. Ob ihnen überhaupt klar war, wie komisch der Auftritt mit der Sturmhaube war, vermag ich nicht zu sagen.

Ich holte mein Ticket und hatte dann noch etwas Zeit, um einen schnellen Beirão an der Theke zu trinken. Dann ging es rein und es gab eine Trennung zwischen der Haupttribüne und dem Kurvenbereich. Mit meiner Karte hatte ich nur das Recht mich in der Kurve aufzuhalten. Nicht weiter schlimm. Im Vereinsheim konnte man Bier trinken und ich suchte mir dann einen Platz ganz außen, um diskret das Spektakel beobachten zu können. Lustig wie eigentlich in jedem unterklassigen portugiesischen Stadion dann doch Alkohol ausgeschenkt wird. Die Grauzone ist immer eine andere- aber eine Lösung gibt es fast immer.

Auch zu Hause gefiel mir der Haufen von Marco wieder gut. Fast geschlossen mit Ultras Fischerhüten supporteten circa 20 Leute durchgehend die Mannschaft und hatten dabei sichtlich Spaß. Der Großteil der Leute waren die kurventypischen 20-40 und männlich, aber auch einige ältere Frauen reihten sich ein. Auch so etwas finde ich immer sehr cool.

Die zweite Mannschaft von Marítimo hatte erwartungsgemäß keine Fans dabei. Auf dem Platz war Marco die bessere Mannschaft und konnte das Spiel recht souverän mit 2:1 gewinnen. Der Anschlusstreffer fiel erst in der Nachspielzeit und so richtig eng wurde es eigentlich nie. So wurde die Mannschaft gefeiert und man orientiert sich eher ein wenig nach oben als nach unten. Entspannt ging es dann zurück in das schöne Póvoa.

Hinterlasse einen Kommentar