18.01.2025 Arminia Bielefeld- Energie Cottbus 0:2

3. Liga

Zuschauer: 22.016

Bielefelder Alm

Eine frühzeitige Anreise nach Ostwestfalen bereits am Vortag ermöglichte mir diesen Spielbesuch und somit auch das offizielle Ende der Winterpause. Die Entscheidung fiel dabei erst am Vorabend. Bielefeld geht einfach immer und strahlender Sonnenschein belohnte mich für die Entscheidung. Mit dem Regio ging es zum Spielort. Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich das Deutschlandticket liebe? Es blieb noch Zeit für einen schnellen Burger und ich war einmal mehr geschockt über das Preisniveau in Deutschland. Aber einfach die Kreditkarte dranhalten, dann kostet es nichts mehr.

Dank einer abgesperrten Straße drehte ich eine Ehrenrunde um das Stadion und schaffte es dann durch den Einlass. Ich hatte mir eine Karte auf der Hintertortribüne neben dem Gästeblock gekauft. Der Zugang zur Westtribüne war aber unbewacht und ich suchte mir im Ticketshop noch einen freien Platz. Da man diesen auch für 15 Minuten blockieren konnte, hatte ich eine relative Sicherheit diesen auch behalten zu können. Ayayay. Neben mir waren dann zwei Hopper aus Bremen und ansonsten ziemliches Bielefelder Kuttenpublikum. Wahnsinn wie viel die Ostwestfalen am Motzen sind. Auf der Treppe hatte sich ein kleinerer Sportlerhaufen eingefunden.

Cottbus ist eine der Fanszenen, die ich am unsympathischsten finde. Rechte Strukturen, Kuscheln mit Union und ein Tifo, der mir überhaupt nicht zusagt. Aufgrund der genialen sportlichen Saison gibt es um den Verein eine ziemliche Euphorie und so waren es sicher 3.000 Leute, die die Mannschaft begleiteten. Die aktive Fanszene positionierte sich dabei im Sitzplatzbereich. Zu Spielbeginn hatte man eine Chaosaktion vorbereitet und hatte richtig Glück, denn die Mannschaft traf in der zweiten Minute zur Führung. Das war der Startschuss für die Aktion, die den Torjubel gut untermalte. In der Folge wurden durch das Werfen von Kassenrollen zahlreiche Unterbrechungen herbeigeführt. Schon ziemlich stumpf. Das Liedgut gefiel mir nicht- lautstärketechnisch war es in Ordnung. Gar keine Lust im nächsten Jahr auf Cottbus zu treffen.

Die Heimkurve startete ebenfalls mit einer optischen Aktion in die Partie. Hier wurde ebenfalls ein Chaosintro mit Fahnenmeer gezeigt. Zudem gab es ein großes Spruchband „Jeder so laut er kann, schreit Arminia voran“. Abgerundet wurde das Intro im zweiten Teil durch einige blaue Stoffbahnen. Die Kutten waren etwas zu übereifrig und so war das Spruchband kurz nicht mehr zu lesen. In der Folge war der Auftritt leider sehr durchwachsen. Immer mal wieder gab es längere Pausen und richtig Laut wurde es nur bei den Wechselgesängen. Da habe ich schon deutlich bessere Auftritte von Bielefeld gesehen.

Die Buchmacher sahen im Vorfeld Bielefeld als Favoriten. Es blieb unklar warum. Cottbus hatte die reifere Spielanlage und teilweise wirklich ansehnliche Ballstaffetten. So sieht eine Spielidee aus. Insbesondere der Bruder von Tolgay Cigerci spielte dabei wie von einem anderen Stern. Souverän gewann man mit 0:2 und sprang damit an die Tabellenspitze. Nach dem Spiel wurden die Cottbusser noch ausgiebig gefeiert. Für mich ging es dann zügig zum Bahnhof, wo der Mannschaftsbus von Hertha stand. Ob die Helden mit dem ICE anreisten oder im Steigenberger in Bielefeld nächtigen, ließ sich nicht abschließend klären.

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