Regionalliga Nordost
Zuschauer: 2.485
Karl-Liebknecht Stadion: Babelsberg
Die zahlreichen Ausfälle aufgrund des Winterwetters bedeuten in der Regel im März und im April Nachholspiele unter der Woche. Gute Nachrichten für die Quantitäts- und Qualitätshopper. Für mich sind gerade Spiele unter der Woche auch deutlich besser mit dem Privatleben vereinbar als am Wochenende. Für Babelsberg spricht zusätzlich noch die für mich kurze Anreise. Mit dem Fahrrad rollte ich also zum Karli. Schlechte Luft und kalte Temperaturen führten nicht unbedingt zu Glücksgefühlen. Zu heiß hatte einen der vermeintliche Frühlingsanfang gemacht. Auch verrückt, dass es in Deutschland noch keine Kompetenz im Umgang mit schlechter Luft gibt. Da ist man durch China definitiv sensibilisiert.
Tschernie und Nemo sorgten heute für Retro-Vibes. In der Konstellation hatten wir auch länger kein Spiel mehr verfolgt. Sehr schön! Wir hatten uns großzügig gezeigt und uns eine Haupttribünenkarte gegönnt. Im hinteren Bereich gab es diese für 15 Euro, was ich einen sehr angemessenen Preis fand. Weniger angemessen ist die Preisgestaltung beim Essen. Das ist wirklich so abgrundtief teuer. Die Getränkepreise sind zumindest ein bisschen moderater.
Chemnitz erreichte vermutlich aufgrund des Feiertagsverkehrs etwas zu spät den Gästeblock. Der aktive Haufen bestand optimistisch geschätzt aus 40 Leuten. Da hätte ich doch eher einen größeren Haufen erwartet und ist vermutlich ein Blick in unsere Zukunft in der Regionalliga Nordost. Der Auftritt war grundsolide und akustisch hatte man deutlich die Oberhand. Einmal pöbelte man gegen Babelsberg- ansonsten war das eher ein routinierter und reifer Auftritt ohne politische Ausfälle.
Babelsberg zeigte die ersten 13:12 Minuten das Spruchband: „Niemals Freund, immer Feind“ über den Zaunfahnen. Danach zeigte man den typischen Babelsberg Auftritt. Nicht wirklich laut und das Liedgut könnte hier und da auch den einen oder anderen neuen Akzent vertragen. Dissidenti aus Düsseldorf war per Zaunfahne vertreten. Die Underdogs traten nicht in Erscheinung und sammelten sich etwas weiter rechts als üblich. Mir fehlen die Hintergründe, seit wann das der Fall ist und was die Beweggründe sind.
Wir verquatschten fröhlich das Spiel, das ziemlich ereignislos mal wieder mit einem 0:0 endete. Mit dem Abpfiff ging es raus und durch die kalte Potsdamer Nacht nach Hause.


