3. Liga
Zuschauer: 31.500
Tivoli: Aachen
Im beschaulichen Herford sammelte mich ein blau-weißes Auto ein. Noch schnell eine Pizza vertilgt und dann machten wir uns auf die A2, um in Richtung Westen zu fahren. Vor unserem eigentlichen Zielspiel in Köln, wollten wir noch einen Abstecher nach Aachen machen. Dort wurde um 16:30 das Dritligaspiel gegen Arminia Bielefeld angepfiffen. Es ist verrückt, aber den Tivoli hatte ich trotz meines Exils in NRW noch nicht gekreuzt. Während der Pandemie war ich einmal um das Stadion gelaufen, aber mehr stand noch nicht auf meiner Habenseite. Das galt es dringend zu ändern.
Das Zeitpolster bei der Anreise war nicht riesig, aber wir fanden einen praktischen Parkplatz in einer Parallelstraße und mussten nur noch circa 10 Minuten bis zum Stadion laufen. Der Einlass war auch entspannt und so waren wir circa 20 Minuten vor dem Anpfiff auf unseren Plätzen. Wir hatten uns für den Block direkt neben dem Gästeblock entschieden und zahlreiche Arminen bevölkerten die Sitze um uns herum. Die Fanszene von Arminia Bielefeld hatte sich im Sitzplatzbereich positioniert. Am Ende dürften es 4.000 Ostwestfalen gewesen sein, die beflügelt von Einzug in das Pokalfinale ihre Mannschaft unterstützten.
Die Bielefelder Fanszene erwischte heute einen bärenstarken Tag. Bereits das Intro mit einem am Dach hochgezogenen Wimpel klappte reibungslos und gefiel mir extrem gut. Respekt auch für den Mut diese Konstruktion in einem fremden Stadion auszuprobieren. Danach konnte man problemlos über die gesamte Spieldauer die akustische Oberhand gewinnen. Teilweise richtig schöne Lieder, ordentlicher Tifo, gute Mitmachquote. Das machte einfach richtig Spaß!
Die Heimkurve enttäuschte hingegen. Im letzten Jahr hat die Yellow Connection nach internen Konflikten die Aktivitäten eingestellt. Nach der Vorgeschichte in Aachen fällt es mir schwer zu glauben, dass nicht auch politische Gründe eine Rolle gespielt haben. Dennoch schwer zu bewerten aus der Ferne. Nur der Mittelteil des Blocks beteiligte sich am Support und wir konnten sie nur selten hören. Auch optisch war das heute eher dürftig.
Spielerisch ging es munter hin und her. Die Arminia hat aber einfach einen Lauf und so konnte das Spiel mit einem 0:1 gezogen werden. So ist die Arminia auch im Aufstiegsrennen mittendrin statt nur dabei. Mit dem Abpfiff verließen wir das Stadion und liefen zügig zum Auto. Wir hatten noch ein Date mit der alten Dame…





