Berlinliga
Zuschauer: 120
Volksparkstadion Mariendorf: Berlin
Der Vorabend des ersten Mais übt seit jeher einen erheblichen Zauber auf mich aus. An diesen Abenden liegt etwas in der Luft und gefühlt ist es der richtige Übergang zur hellen Jahreszeit. Es ist oft mild, man ist lange draußen und bereit für den Sommer. Was gibt es Schöneres als diesen Tag beim Fußball zu verbringen? Auf meiner imaginären Liste „Beste mir fehlende Stadien in Berlin“ war das Volksparkstadion in Mariendorf ziemlich weit oben. Daher freute ich mich sehr über die Ansetzung. Die Anreise war allerdings relativ kompliziert. Ein später Arbeitstermin brachte mich etwas in die Bredouille und ein voller RE und eine übervolle U-Bahn machten den Vor-Feiertagszauber schon fast wieder zu Nichte. Dennoch pünktlich erreichte ich dann zeitgleich mit Nemo das Volksparkstadion. Zwei weitere bekannte Herthanasen folgten noch, was mich sehr freute. So waren wir in einer perfekten Konstellation, um in alten Geschichten zu schwelgen und News rund um Hertha, Fußball und Ultra auszutauschen. Ich liebe solche Abende.
Das Stadion ist wunderbar und wir fanden uns auf der sehenswerten Tribüne ein. Die Lage inmitten des Volksparks Mariendorfs ist auch ein echtes Highlight. Ein leckeres kulinarisches Angebot rundete die Sache hier ab. Viel besser geht es kaum. Dazu im absoluten Herthagebiet im Berliner Südwesten. Es war ein richtig entspannter Abend. Auch nach dem Abpfiff spurteten wir nicht sofort los, sondern tranken noch in Ruhe aus und genossen die angenehme Atmosphäre.
Fußball war auch noch. Türkspor ging mit einem 1:3 Sieg vom Platz. Begünstigt wurden sie von zwei roten Karten der Heimmannschaft. Der Rotsünder setzte sich danach sogar noch neben uns auf die Tribüne. Solche Geschichten schreibt nur der Fußball. Durch den Park schlenderten wir dann zu unseren Bus- oder Bahnstationen und kurze Zeit später hatte mich mein Zuhause wieder.