Landesliga Nord
Zuschauer: 361
Stadion am Quenz: Brandenburg
Stahl Brandenburg! Es gibt wohl keinen Namen in den Deutschen Landesligen, der größer klingt. Von 1984 bis 1991 spielte die BSG-Stahl in der DDR Oberliga. 1986/1987 nahm man sogar am UEFA Pokal teil und durfte zwei Partien austragen. Gegen den FC Coleraine konnte man sich durchsetzen, ehe dann in der zweiten Runde gegen den späteren Titelträger IFK Göteborg ausschied. Wahnsinn! So lange ist das alles auch noch gar nicht her und so ist davon auszugehen, dass einige der 361 anwesenden Zuschauer auch damals schon dabei waren.
Heute heißt die triste Realität Landesliga Nord, wobei die BSG Stahl drauf und dran ist aufzusteigen. Man grüßt von der Tabellenspitze und auch heute gegen die SG-Bornim konnte immerhin ein recht zäher Arbeitssieg eingefahren werden.
Das Stadion am Quenz ist richtig stark. Das Herzstück ist die Tribüne auf der Gegengerade, auf der sich auch die Fanszene von Stahl Brandenburg niedergelassen hat. Dazu gibt es im gesamten Rund grasbewachsene Stufen und eine Laufbahn um das Stadion herum. Mit einer Zulassung von 15.500 Zuschauern ist es immerhin das drittgrößte aktive Stadion in Brandenburg. Es wurde allerhöchste Zeit diesen Ground mal zu kreuzen.
Von Stahl Brandenburg kennt man sicher die wunderschöne und große „BSG Stahl Brandenburg“ Zaunfahne, die vor der Tribüne angebracht wurde. Darüber hinaus noch den legendären Schlachtruf „Stahl, Feuer“. Diese beiden Elemente konnten wir erfreulicherweise auch heute beobachten. Darüber hinaus gab es passablen Support und eine Schwenkfahne, die ab und zu genutzt wurde. Etwas überraschend waren doch einige junge Leute, die sich im Block wiederfanden.
Durch die Verzögerung beim Schreiben des Berichts, steht mittlerweile fest, dass Stahl Brandenburg den Aufstieg geschafft hat und im nächsten Jahr in der Brandenburgliga antreten darf. Sicher eine schöne Möglichkeit den einen oder anderen Ground in dieser Liga mit einem Gastspiel von Stahl zu kreuzen.
Während wir den Hinweg noch mit einem Gewaltmarsch absolviert hatten, passte das Timing nach Abpfiff perfekt. Der Bus kam sofort und auch der Regio brachte uns wenige Minuten später zurück nach Hause. Ein schöner Ausflug am Samstagmittag.


