3rd Division Norway
Zuschauer: 200
Sandvika Stadion
Freitagnachmittag um 15 Uhr oder wie man in Norwegen sagt: Beste Anstoßzeit für ein Drittligaspiel an einem Werktag. So ganz konnte ich mir nicht erklären, wie es dazu kam- aber wir sagten nicht Nein. Wir waren ja im Urlaub. Ob das auch für die andere Besatzung Deutscher Hopper galt, konnten wir nicht klären. Hopperprominenz war es allemal, denn sogar die Nummer 1 der deutschen Nationalmannschaft checkte hier heute ein. Wenn unter diesen Rahmenbedingungen aber eine zweistelle Anzahl Deutsche an der Bande steht, dann kommt man nicht umher, um auch einmal peinlich berührt an sich nach unten zu gucken. Dieses Hobby fühlt sich definitiv besser an, wenn man alleine um 15 Uhr an einem norwegischen Drittligaground steht.
Für uns war die Anstoßzeit auch deswegen so genial, als das wir wieder als Quartett den Ground kreuzen konnten. Wieder mit dem Vorstadtzug ging es heute in Richtung Sandvika. Immer am Wasser entlang erreichten wir dann das Stadion, das am äußersten Ende einer Halbinsel lag. Die vorbeiführende Autobahn gab kleine Minuspunkte- aber ansonsten war das schon allererste Sahne.
Es gab nicht gerade ansehnliche Tickets- aber einer der deutschen Hopper jauchzte vor Begeisterung als er eins ausgehändigt bekam. Auch hier war das Motto wieder: Peinlich berührt an sich heruntergucken. Das kulinarische Angebot war solide und wir pendelten ein wenig zwischen einer Bank am Spielfeld und einer abgerammelten Stahlrohrtribüne.
Die 90 Minuten vergingen zügig- auch weil zahlreiche Tore fielen. 10:2 knallte die Heimmannschaft die Gäste heute weg. Wir liefen dann zurück zum Bahnhof und fuhren mit den Hoppern zurück ins Stadtzentrum von Oslo. Wir machten einen kurzen Stopp zu Hause und konnten schon erahnen, wen wir am nächsten Stadion wiedertreffen würden…

