Landesliga Nord
Zuschauer: 240
FFG-Sportpark Fontanestraße: Hennigsdorf
Nun war endgültig der letzte Pflichtspieltag in der erweiterten Umgebung angebrochen. Klar, dass dieser nicht ohne mich stattfinden konnte. Freitagabend Hennigsdorf? Count me in! Ich entschied mich auf dem Hinweg für eine Zug und Fahrradkombi. Ich war mal wieder auf dem letzten Drücker unterwegs, um die Zeit zu Hause zu maximieren (bei stündlichem Zugangebot war das Angebot begrenzt…). 19:26 kam ich am Bahnhof an, sprang auf das Fahrrad, fuhr in die falsche Richtung, korrigierte den Fehler und war dann drei Minuten nach Anpfiff an der Sportanlage. Noch schnell eine Eintrittskarte für nen Fünfer geschossen und dann sah ich gerade noch den Führungstreffer für die Heimmannschaft.
Der SV Falkensee hatte eine starke Saison gespielt und viele der Spieler waren noch ziemlich jung. Nach einer Weile konnten sie sich in die Partie reinkämpfen und am Ende mit 2:4 gewinnen. Es machte Spaß die Partie anzugucken.
Das Stadion war überraschend cool. Eine schöne Lage, viel Platz und Stufen an allen vier Seiten. Die mitgereisten Fans aus Falkensee hatten sich mit circa 40 Leuten auf der Gegentribüne eingefunden. Mit einer schicken Zaunfahne und einem Schwenker traten sie auch optisch in Erscheinung. Vermutlich aufgrund der Bedeutungslosigkeit des Spiels, wurde allerdings nicht gesungen. Spannend dennoch, dass zunehmend auch bei kleineren Vereinen etwas entsteht.
Das sonstige Publikum war ziemlich merkwürdig. Ein Kollege konnte mit einem Kategorie C T-Shirt in Reichskriegsfahnenlook und dem Slogan Deutsche Jungs herumspazieren. Auch darüber hinaus waren etliche Althools auf der Tribüne hinter dem Tor. Das schmälerte meinen Eindruck dann doch erheblich.
So war ich nicht unglücklich, als der Schiri abpfiff und ich mich auf die Tour de France vorbereiten konnte. Der Zug war aufgrund des Betriebsschlusses leider keine Option mehr. Das Ziel war es den größtmöglichen Teil der 35 Kilometer noch mit Tageslicht zu absolvieren. Das klappte ungefähr bis Spandau. Danach ging es über dunkle Fahrradwege- aber mit erheblichem Tempo nach Hause.



