Cosmopolitan Soccer League
Zuschauer: 20
Randall’s Island Field #75: New York
Die Sektion Heimat gab gestern die Marschroute vor: Viel Arbeit? Absoluter Bumskick? Egal! Auf zum Spiel! Jut- 09:15 klappte ich den Laptop zu und hatte 1,5 Stunden Fußweg vor mir. Angestoßen werden sollte bereits in 45 Minuten. Ich war unerwarteterweise vernünftig genug, um einen Abstecher zur Bushaltestelle zu machen. Die Linie hätte mir zumindest etwas Weg erspart. Aufgrund von Verspätungen, hätte ich aber auf den Bus warten müssen und das wollte ich dann auch nicht. Ich machte Block um Block nach Norden und irgendwann war ich zu sehr im Modus, als das ich noch hätte auf den Bus umsteigen können. Es machte auch einfach zu viel Spaß durch die Upper East Side zu laufen und irgendwann zum East River zu gelangen.
Bei einmal mehr knackigen Temperaturen erreichte ich dann irgendwann die Brücke, die mich auf die Randall’s Island führen sollte. Auch dank eines leicht verspäteten Anpfiffs, verpasste ich am Ende kaum etwas. Die Insel ist schon absolut überragend. Motorisierte Fahrzeuge sind hier kaum zu finden und im südlichen Bereich der Insel sind zahlreiche Fußballplätze angesiedelt. Mein auserwähltes Spiel der Freizeitliga fand auf dem Feld #75 statt. Der Platz bot eine spektakuläre Aussicht auf die Hell Gate Bridge. Davon abgesehen waren das einfach Fußballplätze ohne große Highlights.
Das Spiel war mir auch ziemlich egal. Freizeitliga… Lustig war vor allem das Publikum. Die Latinos dominierten hier und fuhren mit ihren E-Bikes mehrfach über unseren Platz, um zu ihrem Spielfeld zu kommen. Auf das laufende Spiel achteten sie dabei nicht so wirklich. Rund um den Platz gab es etliche Bänke und Grillgelegenheiten, was auch kräftig genutzt wurde. So kann man seinen Sonntag verbringen.
Nach dem Spiel lief ich noch den Küstenweg entlang und überquerte die Brücke nach Haarlem. Den Stadtteil wollte ich unbedingt mal sehen. Nach einem kleinen Rundgang kehrte ich in ein überragendes mexikanisches Lokal ein. Boah- war das lecker! Die Stärkung konnte ich gut brauchen, denn der Sonntagnachmittag und Sonntagabend wurden noch arbeitsreich und intensiv- aber hey: Den Ground hatte ich den Tag noch abgetrotzt und stecke ihn mir somit feierlich in die Tasche.




