Regionalliga Nordost
Zuschauer: 1.200
Preußenstadion: Berlin
Das Preußenstadion in Berlin hat kein Flutlicht und somit müssen Spiele unter der Woche selbst im Sommer um 17:30 angepfiffen werden. Das stellte mich am heutigen Dienstag vor einige Probleme. Ein Arbeitstermin verzögerte sich und so kam ich erst deutlich später los, als mir lieb gewesen wäre. Ich änderte die Verbindung wieder eigenhändig und so kam ich um 17:27 am Stadion an und traf auf eine gewaltige Schlange. Glück im Unglück, dass ich eine große Gruppe Herthaner erspähte und somit ein bisschen schummeln konnte. So richtig viel brachte es nicht, denn die Schlange bewegte sich in Zeitlupe auf den Eingang zu. Krass, wie es Britz in der letzten Woche so gut hinbekommen hat und der BFC heute an dieser Aufgabe krachend scheiterte. So betraten wir dann erst zur 15. Minute das Stadion. Maximal bitter!
Auch mit Blick auf das Wechselgeld war der Verein aber schlecht organisiert und so konnte unsere Gruppe zumindest den Eintrittspreis von 12 auf 10 Euro nach unten verhandeln. Im Stadion war die Situation an den Verpflegungsständen wohl auch nicht viel besser, sodass ich auf jeglichen Konsum verzichtete. Verrückt wer heute alles da war. Gefühlt hatte sich halb Fußballberlin im Preußenstadion eingefunden. Hertha war mit Sicherheit die größte Fraktion- am unangenehmsten verhielt sich wenig überraschend eine kleine Besatzung Köpenicker, die sich in Südberlin benahm wie die Axt im Walde… Gute Erziehung ist ein Privileg!
Im Stadion von BFC wurde die gegenüberliegende Tribüne nicht freigegeben, somit befand man sich auf der gleichen Seite wie die Gäste. Die Gesänge und den Fahneneinsatz konnte man somit nur eingeschränkt sehen. Das war richtig ärgerlich! Dennoch war es ein schöner Fußballnachmittag im angenehmen Kreis.
Kurz nach dem Abpfiff zerstreuten wir uns dann in alle Richtungen. Ich wurde auf dem Weg zum Bus noch von einem älteren Chemiker angesprochen, der Orientierungsschwierigkeiten hatte. Das erst ganz nette Gespräch driftete dann schnell ab, als er mir erklärte, dass die Ultras schuld am fehlenden Erfolg des Vereins waren. So war ich nicht böse als sich die Wege kurze Zeit später wieder trennten. Mit Bus, S-Bahn und Fahrrad erreichte ich dann die heimischen vier Wände.

