03.09.2025 SV Windhagen- FV Engers 07 1:5 n.V.

Rheinlandpokal

Zuschauer: 150

Kunstrasenplatz: Windhagen

Wenn die erste Runde des DFB-Pokals immer mehr an Glanz und Charme verliert, muss man sich seine Glückserlebnisse woanders suchen. Mein Blick fällt dabei immer wieder auf die verschiedenen Landespokale. Welch ein Glück, dass unter der Woche die zweite Runde des Rheinlandpokals angesetzt war. Das Spiel in Windhagen erschien erreichbar und ich hatte schnell einen Mitstreiter für diesen sinnlosen Ausritt gefunden. Also let’s go! Noch schnell einmal nach der Arbeit ins Zimmer und dann zur Straßenbahn, die uns nach Bad Honnef führen sollte. Von dort ging es dann mit dem Bus über eine fast schon abenteuerliche Passstraße nach Windhagen. Dass es einen stündlich verkehrenden Bus gab, überraschte fast. Wir kamen um kurz nach 7 in dem verschlafenen Örtchen an und betraten fast unmittelbar die Sportanlage.

Diese verdient ein Lob, denn es gab einige Stufen und eine liebevoll gestaltete Verkaufshütte. Speis und Trank mundeten und waren fair bepreist. Auch die Eintrittspreise waren fair und der Verein gab sich sichtlich Mühe mit der Ausgestaltung des Spieltages. Zu Gast war der FV Engers, der im Rheinlandpokal einige Triumphe verbuchen konnte und jüngst gegen Eintracht Frankfurt in der ersten Runde des DFB-Pokals antrat. Unvergessen mein Besuch im Jahr 2020 in Engers, als mich eine Wespe fast aus dem Leben stach.

Auffällig viele Fans aus Engers hatten den Weg auf sich genommen. Organisierte Unterstützung gab es auf keiner der beiden Seiten. Auf dem Platz entwickelte sich aber ein echter Pokalfight. Engers konnte in Führung gehen- aber durch einen Konter schlug Windhagen zurück und rettete das 1:1. So gab es Verlängerung und nun machten sich die unterschiedlichen Kräfteverhältnisse doch bemerkbar. So hieß es am Ende 1:5 für Engers.

Wir mussten beim Stand von 1:4 circa 5 Minuten vor dem Ende die Sportanlage verlassen, um den Bus zu erreichen. Da wir nach der regulären Spielzeit 40 Minuten warten müssen, fand ich dieses Resultat gar nicht so verkehrt. In Honnef nahmen wir dann die Tram, die mich in die Nähe meiner Haustür brachte. Ein schöner Fußballabend! Merci!

Hinterlasse einen Kommentar