Campeonato Portugal Serie B
Zuschauer: 430
Complexo Desportivo de Azevido
Nach einem leckeren Mittagessen in der vertrauten Ecke in Porto, ging es für mich kurze Zeit später wieder in das Auto, um nach Rebordosa zu düsen. Ich hatte mich für das Spiel in Rebordosa entschieden, da das Stadion auf Bildern schlichtweg überwältigend aussah und Rebordosa zudem in der bisherigen Saison mehr oder weniger alles rasiert hatte und von der Tabellenspitze grüßte. Die einfache Anreise und eine Fahrt von nur knapp 25 Minuten überzeugten mich noch mehr von dem Unterfangen. Auf dem Weg musste ich noch einen Stopp beim Geldautomaten einlegen, sodass mein Zeitpuffer zusammenschmolz. Ich parkte hinter dem letzten Auto auf halber Höhe des Berges und stapfte entschlossen nach oben.
Ich passierte den Gästeblock und lief dann durch den bereits spektakulären Stadionumlauf zum richtigen Eingang. Dort bekam ich mein Ticket ausgehändigt und setzte interessante Prioritäten, in dem ich noch einen Abstecher zur Bar machte. So lief bereits die zweite Spielminute, als ich schlussendlich meinen Platz eingenommen hatte. Ähem.
Der sportliche Erfolg hatte einige Leute in das Stadion getrieben und so war der Heimbereich mit knapp 400 Leuten solide gefüllt. Im Gästeblock hatten sich circa 15 Leute hinter der Zaunfahne der „Ultras Auri-Negras“ eingefunden. Zudem waren weitere 35 Mitreisende im Block anwesend, die sich jedoch nicht dauerhaft an der Stimmung beteiligten. Die Stimmungshoheit war den Gästen auch so sicher und auch mit Blick auf die Melodien überraschte mich das eher positiv.
Mit fortlaufender Spieldauer steigerte sich das normale Publikum im Heimbereich etwas in die Partie und konnte sich portugaltypisch in die Partie reinfluchen. Rebordosa erhielt irgendwann einen Platzverweis. Dennoch konnte man in Unterzahl das 1:0 erzielen. In der Folge verteidigte Rebordosa dieses Resultat leidenschaftlich und feierte nach Abpfiff recht frenetisch mit den Heimfans. Riecht es in Rebordosa etwa nach dem Aufstieg? Das Stadion wäre auf jeden Fall drittligawürdig. Mit einer Kapazität von 12.000 und Ausbau an drei Seiten ist das Teil ein echtes Biest. Auch optisch und mit dem besonderen Umlauf gefiel mir das wirklich gut.
Ich schlenderte dann den Berg hinunter, machte noch einen kleinen Wocheneinkauf und freute mich dann kurze Zeit später zurück in Porto zu sein.

