Regionalliga Nordost
Zuschauer: 1.042
Stadion am Wurfplatz: Berlin
Es war einer dieser Sonntage, wo man nicht so recht weiß, ob man aus dem Haus gehen möchte oder nicht. Schlussendlich rafftte ich mich auf und fuhr mit der S-Bahn zum Westkreuz, stieg um und lief dann durch ein spätherbstliches Panorama vom S-Bahnhof Pichelsberg zum Amateurstadion. An der Schranke traf ich den Südberliner und gemeinsam betraten wir circa fünf Minuten vor Anpfiff das Amateurstadion. Die Fanszene des Halleschen FC beschenkte uns wieder mit einem kleinen Intro. Der Zaun wurde mit roter Folie überhangen und zentral sah man mutmaßlich vier nach dem Leben modellierte Fans des HFC verschiedener Altersklassen. Diese hielten gemeinsam einen HFC Schal mit der Aufschrift „Verein fürs Leben“. Dazu gab es eine Schalparade. Gefiel mir wirklich gut und ich bin generell ein Freund von Intros- diese müssen auch nicht unbedingt den höchsten Schwierigkeitsgrad haben.
In der Folge war das ein annehmbarer Auswärtssupport. Das Liedgut haute mich heute nicht um- aber die Mitmachquote im zentralen Bereich war gut. An den Rändern dünnte es dann etwas aus und auch der Plan den Block etwas kompakter zu halten, ging nicht auf. Einmal pöbelten sie auch noch gegen uns.
Die Sonntagnachmittage im Amateurstadion machen einfach immer Spaß. Man trifft immer ein paar bekannte Gesichter, man kann angenehm quatschen und sich nebenher auch noch von einer anderen Fanszene berieseln lassen. So war es auch heute wieder ein schöner Nachmittag. Die zweite Mannschaft beschenkte uns mit einem Sieg. Nach einer Vorlage von Peter Pekarik, vollendete Änis Ben Hatira per Hacke. Das klingt definitiv nicht nach Regionalliga Nordost.
Kurz nach dem Abpfiff ging es dann aus dem Stadion und ich wurde netterweise sogar noch bis zum S-Bahnhof Grunewald gefahren. Die Bahn kam fast umgehend und so war ich sehr zeitnah wieder in Potsdam.



