06.12.2025 SG Michendorf- FSV Veritas Wittenberge/Breese 3:1

Landesklasse West

Zuschauer: 55

Sportplatz Hellerfichten: Michendorf

Für meine Verhältnisse hatte ich einen grottenschlechten Hopping-November hingelegt. Das Spiel in Saarbrücken war in die Auswärtsfahrt mit Hertha integriert und das Spiel in Poznan fiel mehr oder weniger vom Laster, da wir das Wochenende sowieso dort verbracht hatten. Davon abgesehen konzentrierte ich mich in dem Monat nur auf Hertha. Die Gründe dafür waren mannigfaltig. Das Hoppen in Portugal machte so wahnsinnig Spaß, dass die Erfahrung in Deutschland einfach nicht mithalten konnte. Der Wetterumschwung und die grassierende Dunkelheit machten mir wirklich zu schaffen: Ich konnte mich einfach nicht motivieren an einem highlightlosen Kunstrasenplatz zu frieren. Und zu guter Letzt wäre es mal wieder Zeit für einen Wohnortswechsel. Für einen fehlenden Ground muss man mittlerweile schon ein bisschen Arbeiten. Sicher hat auch ein gewisser Spannungsabfall nach dem 1.000 Spiel stattgefunden.

Heute hatte ich aber wieder etwas Motivation gefunden. Das Spiel in Michendorf war recht einfach zu erreichen und die Anstoßzeit um 13:00 versprach zumindest Tageslicht und hinnehmbare Temperaturen. Schon bemerkenswert, dass in Brandenburg oft am Samstag gespielt wird. Ist Brandenburg das deutsche Braga? Circa 55 Minuten vor dem Anpfiff, verließ ich die Wohnung und reiste mit einer Buskombination nach Michendorf. Dort hatte ich noch ein wenig Zeit für eine kleine Ortsbegehung und kam wieder zum gleichen Fazit: Erst in Michendorf fängt der Osten so richtig an.

Von hinten erreichte ich dann den Sportplatz und konnte mir für vier Euro eine Eintrittskarte sichern. Dann fackelte ich nicht lange und bog sofort in das Vereinsheim ab. Die nächsten vier Euro investierte ich in einen Glühwein mit Schuss und plötzlich sah die Welt gar nicht mehr so verkehrt aus. Zum Anpfiff ging ich nach draußen, versüßte mir die erste Halbzeit mit einer Bratwurst und verbrachte die Halbzeit einmal mehr im Vereinsheim. Der zweite Glühwein verschlechterte die Stimmung nicht unbedingt und so verging auch die zweite Halbzeit relativ schmerzfrei.

Die Anlage von Michendorf war eher unspektakulär- aber die Anzeigetafel und die Stadionsprecher waren sehr beeindruckend. Gut designt gab es Informationen zur Aufstellung, zum Schiedsrichtergespann und zur Eckenstatistik. Das sieht man in der brandenburgischen Landesklasse sonst eher nicht. Ebenso erfreulich waren die zahlreichen Herthaaufkleber. In einem kämpferischen Spiel konnte Michendorf einen 3:1 Sieg erringen. Mit dem Abpfiff verließ ich die Anlage, vertrödelte noch etwas Zeit und mit der gleichen Buskombi ging es zurück nach Hause. So geht Hoppen im Dezember.

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