Regionalliga Nordost
Zuschauer: 570
Stadion Lichterfelde: Berlin
Mir gelang heute das Meisterwerk Tschernie für einen Spielbesuch zu begeistern. Bei einem anderen bekannten Herthaner hatte ich weniger Erfolg. Zwickau unter der Woche ist halt machbarer als Lichterfelde! Ich kam am Nachmittag noch meinen väterlichen Pflichten und Freuden nach. Dadurch war ich anscheinend so in Gedanken, dass ich meinen Umstieg am Wannsee komplett verträumte. Panische Nachricht an Tschernie und der Ehrenmann zuckte nicht einmal mit der Wimper und lotste mich zum Grunewald. Der kurze Verweis auf die aktuellen Spritpreise war berechtigt. Danach ging es zusammen in den Berliner Süden und wir holten uns noch einen Döner bei einer vertrauten Lokalität.
Das Stadion Lichterfelde ist irgendwie für uns kein gutes Pflaster und so wurde uns tatsächlich der Eintritt mit dem Döner verwehrt. Vor allem Weltklasse, da der Vordermann mit Dartpfeilen durchgelassen wurde. Tschernie war in 3 Sekunden von 0 auf 180 „Nie wieder in dieses Dreckstadion“- aber alles Meckern half nicht, sodass wir vor dem Eingang noch den Döner vertilgen mussten.
Wenige Minuten nach dem Abpfiff kam der gewaltige Downer. Die Fanszene des Halleschen FC flaggte wieder ab und verließ geschlossen das Stadion. Grund war einmal mehr ein sehr motivierter Einsatz der Berliner Polizei. Es gab Festnahmen, die im Nachgang von Verein und Fanszene scharf kritisiert wurden. Leider passt auch dieser Vorfall perfekt in die letzten Wochen. Wie scheiße es für Hallenser sein muss unter der Woche nach Lichterfelde zu fahren und dann unverrichteter Dinge den Heimweg anzutreten, kann ich mir nur schwer vorstellen. Schon als Groundhopper war es nicht gerade geil.
Trotzdem war es ein wirklich schöner Abend. Gerade in der aktuellen Situation tat es einfach richtig gut den Abend zusammen zu verbringen. Danke für das Ohr und die Gespräche! Auch die Halbzeitpause mit Aperol und Hertha Prominenz war einfach super nett. Danke für diesen schönen Abend.
Fußball war Nebensache und ich war froh, dass ich heute nicht alleine war. Wegen Fußball zum Fußball zu gehen, macht einfach keinen Sinn. Ich wurde noch bis zum Westkreuz gebracht und war dann zu einer humanen Zeit zu Hause.