14.03.2026 Hertha BSC- VFL Bochum 1:1

2. Bundesliga

Zuschauer: 47.520

Olympiastadion: Berlin

Mal wieder ein Heimspiel zur Topspielzeit um 20:30. Dadurch hatte ich praktisch den gesamten Samstag zur freien Verfügung, ehe ich dann zum Regionalbahnhof des Vertrauens schlenderte und mit dem Regio nach Charlottenburg fuhr. Die S-Bahn kam fast umgehend und so erreichte ich kurz vor der Stadionöffnung die geliebte Heimspielstätte. Der Einlass war recht entspannt und so stand ich ziemlich pünktlich am Aufkleberstand, der heute an ungewohnter Stelle stand. Gefühlt entspannten sich dadurch die Laufrouten ein wenig und es herrschte etwas weniger Gedränge als sonst. Dadurch verkauften wir recht schnell den Großteil der Motive. Als nur noch eine letzte Kiste verblieb, verabschiedete ich mich und ging runter in die Kurve. Dort begrüßte ich die Leute und jammerte kurz mit meiner Sitznachbarin über die Anstoßzeit. Für die Weicheier mit Kind und Altersschwäche knallt die 20:30 Anstoßzeit schon traurig hart rein.

Die Gäste aus Bochum machten den Block im Unterring und im Oberring voll und machten das ordentlich. In unseren Pausen konnte man die Gäste hier und da auch mal in der Ostkurve vernehmen. Der Torjubel in der Nachspielzeit war brachial und erhöhte den eigenen Schmerz noch einmal erheblich.

Wir zeigten einmal mehr einen eher guten Heimspielauftritt. 1892 richtete ein Spruchband an Stefan Leitl, der die Protestaktion gegen den Videobeweis der Münsteraner kritisiert hatte. Zudem wurde auch die Entwicklung der letzten Wochen noch einmal per Spruchband thematisiert. Ein kleines Highlight für mich war das: „An dem schönen Strand der Spree“ nach der Halbzeitpause. Das haben wir früher oft zum Ende der Halbzeitpause gesungen und dann auch noch in die zweite Halbzeit getragen. Schöne Erinnerungen!

Das Spiel war wirklich miserabel- wobei Hertha die unwesentlich weniger miserable Mannschaft war. So reichte ein Elfmeter für die Führung. Hertha stand ganz gut und verteidigte das ohne jegliche Probleme. Kurz vor dem Abpfiff wechselte Leitl dann auf einmal Brooks ein und die Mannschaft stand plötzlich 30 Meter tiefer als noch zuvor. Brooks kam bei einer Ecke prompt nicht in das Kopfballduell und Cuissance pennte einmal mehr. Schon stand es 1:1 und alles war wieder umsonst. Mit einem Sieg hätte man heute die Chance gehabt wieder auf 5 Punkte heranzukommen. Diese Mannschaft ist einfach nur frustrierend. Kleinere Erfolgserlebnisse werden sofort wieder durch absolute Dämlichkeit zunichte gemacht. Die Underperformance ist absolut real. Mit der faktisch vorhandenen Qualität hätte man aufsteigen müssen.

So war ich nach Abpfiff doch sehr geknickt. Das schnelle Aufbruchtempo spielte mir in die Karten und so zog ich direkt durch zum Nextbike. Frostiger Regen und etwas Zeitstress forderten mich auf meiner Radfahrt durch den Grunewald. Schlussendlich bekam ich aber knapp die S-Bahn und war somit circa 70 Minuten nach Abpfiff zu Hause- ein kleiner Triumph an einem gebrauchten Tag.  

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