22.03.2026 Fortuna Düsseldorf- Hertha BSC 2:5

2. Bundesliga

Zuschauer: 38.391

Multufunktionsarena Düsseldorf

Der Plan für die Anreise nach Düsseldorf sah ursprünglich komplett anders und um einiges wilder aus. Die Absage einer geplanten Reise führte auch zu veränderten Plänen für unser Auswärtsspiel in Düsseldorf. Da ich die Woche beruflich in NRW verbringen musste, knallte ich am Donnerstag zurück nach Berlin- nur um Sonntag direkt wieder in das schaurigste Bundesland Deutschlands zu müssen. Dankenswerterweise durfte ich mich der Südberliner Legende anschließen und ersparte mir somit erheblichen Anreisestress. Um 07:00 klingelte der Wecker zu einer humanen Zeit. Aufgrund einer kleinen Verzögerung im Betriebsablauf, konnte ich dann sogar ganz entspannt machen und noch den Mini Ha Ho He sehen. Wahnsinn wie sehr diese paar Minuten den Tag aufhellten!

Kurze Zeit später trat ich vor die Haustür und wurde eingesammelt. Was für ein Luxus und einmal mehr vielen Dank! Die Fahrt verlief reibungslos und sehr entspannt bei netter Unterhaltung und Podcasts. Gegen 12:15 erreichten wir das Düsseldorfer Messegelände und stellten das Auto ab. Ich hatte vorab ein bisschen auf Google Maps rumgespielt und ein griechisches Restaurant in einem Tennisclub gesehen. Durch unser gutes Durchkommen war ein Besuch nicht unmöglich- spontan entschieden wir uns für diese risikobehaftete Option und steuerten das Vereinsheim an.

Trotz der Nähe zum Stadion war der Andrang überschaubar. Wir klärten ab, ob das Essen schnell kommen würde und entschieden uns für den Gyros Teller. Das ging auch wirklich fix und war auch erstaunlich lecker. Romantik fehlte auch nicht, denn wir saßen direkt in der Einflugschneise. Gegen Ende hin wurde der Kellner etwas fahrig und Espresso und Rechnung dauerten dann einen Tick zu lange. Dadurch ging es dann doch schnellen Schrittes in Richtung Eingang. Starke Navigationsskills vom Südberliner brachten uns an den Gästeeingang. Der Einlass sah wirklich nicht gut aus.

Der visuelle Eindruck war aber durch die verschiedenen Pufferstationen schlimmer als der tatsächliche Zustand. Dennoch war klar: Das wird wieder eine Punktlandung. Es klappte dann aber recht reibungslos und wir kamen um 13:26 in den Block. Easy! Richtig schön wie alleine durch das Mittagessen der Spieltag aufgewertet wurde. Heute wussten wir zumindest vom Standort der Gruppen- aber wir wurden nicht in den Oberring gelassen. So mussten wir einmal mehr Unterschlupf im unteren Bereich suchen. Na. erspähte uns direkt im Eingang und geleitete uns großherzig wie eh und je zu sich. Vielen Dank! Das Gastspiel in diesem Bereich war erstaunlich entspannt und angenehm.

Die Düsseldorfer Fanszene zeigte eine Gedenkchoreo für die kürzlich verstorbene Torwartlegende Georg Koch und hatte ein altes Torwarttrikot über dem Podest hängen. Es folgte eine dieser Applaus-Schweigeminuten. Ruhe in Frieden! Die Heimkurve machte wieder einen recht guten Eindruck auf mich. Ins Auge sprang das extrem breite Vorsängerpodest, sodass der Vorsänger nach den 90 Minuten sicher sein Tagessoll an Schritten geknackt hat. Optisch finde ich die Fortuna Kurve gut und ich finde, dass die Kurve mittlerweile einen echten Wiedererkennungswert hat. Auch die Heimzaunfahne der Ultras Düsseldorf ist vielleicht die einzige Zaunfahne in dieser „Höhe“, die ich in Ordnung finde (Grüße nach Braunschweig!). Akustisch riss man heute keine Bäume aus.

Beflügelt durch den Spielverlauf zeigten wir heute einmal mehr einen guten Auswärtssupport mit einer Prise Leichtigkeit. Per Spruchband wurde der Hertha-Oma zum Geburtstag gratuliert und einmal mehr die ausufernde Polizeigewalt kritisiert. Die Videos der Polizeieinsätze gegen Werder und Gladbachfans lassen mich einmal mehr fassungslos zurück. Insbesondere die Angriffe auf den Treppen ohne Fluchtmöglichkeiten zeigen, dass bewusst schwere Verletzungen in Kauf genommen werden. Es ist alles sehr bedrückend! Unser Zaunfahnenbild war heute eine echte Wucht. Noch Tage später musste ich beim Ansehen der Bilder lächeln. Weiter, Herthaner!

Hertha startete mal wieder trantütig in die Partie und lag folgerichtig schnell mit 1:0 zurück. Die Latte verhinderte kurze Zeit später schlimmeres. In der Folge stabilisierte man sich und wurde von Düsseldorf zum Umschalten eingeladen. Mit gnadenloser Effizienz und einem Fabi Reese, der erstmals wieder wie seine frühere Version aussah, konnte man das Spiel drehen und Düsseldorf mit 2:5 abschießen. In der Höhe sicher nicht angemessen- aber dennoch ein verdienter Auswärtssieg.

Wir verabschiedeten uns noch kurz von Na.- danke für den Nachmittag- und von der Mannschaft und paceten dann mit einigen Schwierigkeiten zum Auto. Wir hatten noch weitere Pläne!

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