07.04.2026 Hertha Zehlendorf- Chemie Leipzig 0:5

Regionalliga Nordost

Zuschauer: 1.183

Ernst-Reuter-Sportfeld: Berlin

Auch am heutigen Dienstag stand ein Fußballspiel auf dem Programm. Mit der BSG Chemie Leipzig war das heute aber eindeutig Kür und keine Pflicht. Zehlendorf darf endlich im heimischen Ernst-Reuter-Sportfeld auch Gegner mit Fanszenen empfangen und nach sage und schreibe vier Spielabsagen durften die Chemiker nun wirklich nach Zehlendorf reisen. Regelrecht unfassbar, dass unter diesen Umständen 750 Gästefans an diesem Dienstagabend den Gästeblock bevölkerten.

Über die 90 Minuten hinweg zeigten die Chemiker einen wirklich guten Auswärtsauftritt hinter den bekannten Zaunfahnen und mit den gewohnten, melodischen Liedern. Der Spielbesuch machte wirklich Spaß. Wie bei Spielen im Berliner Südwesten üblich, war auch eine ordentliche Herthafraktion zugegen und es tat gut nach den Ereignissen vom Wochenende ein paar Gespräche zu führen. Generell war die ganze Atmosphäre am Ernst-Reuter-Sportfeld um einiges netter als in der Ausweichspielstätte in Lichterfelde.

Für Hertha Zehlendorf sieht es in dieser Saison wirklich düster aus. Mit 14 Punkten ist das rettende Ufer je nach Abstiegskonstellation schon ein ganzes Stück entfernt. Zwar hat man noch zwei Nachholspiele- aber ich bin leider vorsichtig pessimistisch, dass das für die Tuchfühlung reichen wird. Es könnte sein, dass ein Abstieg von Magdeburg zu einem Zwangsabstieg von Magdeburg II führen könnte und sich die Chancen damit leicht erhöhen. Da es aber auch nach einem Abstieg von Aue aussieht, dürfte das ebenfalls nicht reichen.

Eine Gruppe Rostocker war ebenfalls zugegen und verhielt sich so naiv, dass sie einen kleinen Nadelstich abbekamen. Nach dem Spiel stimmten die Chemiker die Mannschaft noch auf das Derby ein. Für mich ging es mit dem eigenen Fahrrad zurück durch die Berliner und Brandenburger Abendluft.

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