10.06.2024 Viera- Santa Maria FC 1:0

Taça de Braga

Zuschauer: 1.500

Estádio do Futebol Clube de Vizela

Ein letztes fußballerisches Hurra sollte die Saison 2023/2024 für mich am portugiesischen Nationalfeiertag noch parat haten. Etliche Finalspiele der Regionalcups wurden am heutigen Tag ausgetragen. Am praktischsten war für mich das Finale des Fußballverbands Braga zwischen Viera und Santa Maria FC aus Barcelos. Das Finale wurde im neutralen Standort Vizela ausgetragen. Für mich war es der vierte Besuch in Vizela innerhalb von zwei Monaten und heute sollte es dann die Groundbestätigung geben.

Aufgrund des Feiertages war der Takt der Vorstadtzüge nicht gerade regelmäßig und so ging es schon recht frühzeitig nach Vizela. Ich nutzte die Zeit, um ein spätes Mittagessen auf dem Marktplatz einzunehmen. Nach einem leckeren Essen und ein paar leckeren Getränken fiel es mir richtig schwer aufzubrechen. Am Nachbartisch wurde gerade eine Flasche Wein bestellt und am liebsten hätte ich mich einfach treiben lassen und das gleiche getan. Aber Groundhoppen ist ja kein Spaß und so schleppte ich meinen Körper bei annähernd 30 Grad den gefürchteten Stadionberg nach oben.

Recht schnell war ziemlich viel Trubel und mir kamen zahlreiche Jugendmannschaften entgegen. Anscheinend gab es hier heute einen richtigen Finaltag und das Finale der Männer war lediglich die Kirsche auf der Torte. Die Haupttribüne war zwar gefüllt- aber wir wurden dort nicht draufgelassen. Ich versuchte es noch von der anderen Seite, aber ohne Erfolg. Also musste es wieder auf die Gegentribüne gehen, die den Fans von Viera und Santa Maria vorbehalten war. Ich hatte also die Wahl zwischen Gelb und Rot. Gelb war mir sympathischer- rot erschien mir ruhiger. Der Einlass ging dann aber nur bei den Gelben voran, sodass ich dort hineinging. Es gab freien Eintritt und dementsprechend wuselig war die Einlasssituation. Da der Getränkestand bei den Gelben extrem überlaufen war, entschied ich mich zur Republikflucht und wechselte unter den bösen Blicken eines Polizisten zu den Roten. Eine gute Entscheidung, denn die Schlange am Getränkestand war dort deutlich entspannter. In der Folge wurde aber ein Pufferblock per Flatterband eingerichtet und ein Blockwechsel war nicht mehr möglich.

Ich suchte mir dann einen Platz und gegen 17:40 wurde das Spiel dann angepfiffen. Eigentlich sollte es bereits um 17:15 losgehen, aber durch Verzögerungen bei den anderen Spielen ging es verspätet los. Das bedeutete, dass ich um jeden Preis ein Ende in der regulären Spielzeit benötigte, um einen humanen Zug nach Hause zu bekommen. Ich hatte eine leichte Präferenz für die Gelben, aber ab irgendeinem Punkt war ich einfach nur noch für ein Tor. Es sollte bis in die 70. Minute dauern, bis die Gelben einen berechtigten Elfmeter zugesprochen bekamen und dadurch das Spiel entscheiden konnten.

Auch auf den Rängen ging die Partie an die Gelben. Es gab immer mal wieder kleinere Rauchaktionen und recht kontinuierlich wurde die Mannschaft unterstützt. Santa Maria war zwar auch mit vielen Fans vertreten- aber bis auf ein paar Sprechchöre gab es keine wirklichen Highlights. Vielleicht lag es auch an dem Typen, der sich dazu berufen fühlte immer mal wieder die Fans einzupeitschen, was wirklich sehr unangenehm zu beobachten war.

Mit dem Abpfiff verließ ich dann das Stadion und lief hinunter zum Bahnhof. Es reichte noch für einen schnellen Stopp an der Tankstelle und dann fuhr auch schon der Zug nach Porto ein. Während die Sonne langsam hinter den Hügeln unterging, ließ ich die Saison Revue passieren und freute mich auf die kommende Saison. Fußball- es geht immer weiter.  

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