2. Bundesliga
Zuschauer: 46.763
Olympiastadion: Berlin
Ha Ho Heimspiel! Manchmal muss ich mich noch kneifen aufgrund des Glücks, das Olympiastadion so schnell erreichen zu können. Mit Blick auf das Sozialleben nutzte ich diese Nähe auch einmal, um den Zeitaufwand am Spieltag etwas zu reduzieren. Unser Plan A fiel ins Wasser, aber ein Frühstück in Charlottenburg in guter Gesellschaft entschädigte für viel. Nach einem kleinen Spaziergang schwang ich mich dann auf das Fahrrad und fuhr zum Olympiastadion. Auch dort keine Gefangenen gemacht und recht zielstrebig hinunter in die Kurve gegangen und dort die Zeit bis zum Anpfiff verquatscht. Das war auch mal schön.
In dieser so attraktiven zweiten Liga, ist dann ein Heimspiel gegen Darmstadt fast ein negativer Ausreißer. So schienen es auch beide Mannschaften zu sehen, denn das Spiel war wirklich extrem langweilig. Darmstadt war defensiv gut eingestellt und schaffte es Reese und Scherhant gut zuzustellen. Dadurch kam Hertha nie ins Umschaltspiel, das uns in den letzten Spielen stark gemacht hat. Torwart Ernst patzte mal wieder und lud Darmstadt zur Führung ein. In der Folge lenkte die 3,14 große Darmstädter Innenverteidiger Kante eine scharfe Hereingabe in das eigene Tor. So blieb es beim gerechten 1:1, das mich trotzdem etwas frustrierte.
Die Gäste enttäuschten mich heute ein wenig. Mit Folienbahnen versuchten sie den Block etwas kompakter zu halten- aber eine Vielzahl von Leuten setzte sich einfach daneben. In der Folge sah das optisch ordentlich aus- aber es kam rein gar nichts bei uns an. Auch die Zahl der Mitreisenden war mit etwas über 2.000 Leuten nicht atemberaubend.
Die Ostkurve zeigte einen soliden Heimauftritt. In der zweiten Halbzeit zeigte man eine größere Spruchbandaktion im Zuge der Aktion „Verbandsstrafen abschaffen“. Alle aktiven Gruppen beteiligten sich mit einem Spruchband an der Aktion. Es wäre wünschenswert, wenn hier zeitnah auch auf Verbandsseite Bewegung in die Sache kommt. Danke an Na., der mir die neueste Ausgabe der „Auswärtigen Liebhaber der alten Dame“ überreichte und herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten. Gefühlt wird das Heft von Ausgabe zu Ausgabe noch stärker.
Nach der Verabschiedung der Mannschaft, verabschiedete auch ich mich dann fast schon Hals über Kopf. S-Bahn, Umstieg und kurze Zeit später war ich bei nettem Wetter im Kreise der Familie. So kann ein Heimspieltag auch mal laufen.