Superettan
Zuschauer: 2.000
Landskrona IP
Der Mai, der Mai- Wetter allerlei. So oder so ähnlich lautet die skandinavische Wetterweisheit. In unseren ersten Tagen wechselten sich die Tage meteorologisch komplett ab. Strömender Regen an einem Tag, strahlender Sonnenschein am nächsten. Heute war wieder der strahlende Sonnenschein dran und so genossen wir einen wunderschönen Tag in Lund und Malmö. Dank des günstigen Zugpasses konnte ich auch das Abendspiel in Landskrona erreichen, ohne ein neues Ticket buchen zu müssen. Circa 25 Minuten dauerte die Fahrt von Malmö bis nach Landskrona. Dort war dann schon nicht mehr so viel von einer Metropolregion zu erkennen und der Ort wirkte ziemlich verschlafen. Der etwas außerhalb gelegene Bahnhof verstärkte diesen Eindruck vermutlich aber noch zusätzlich. Ein Bus brachte mich noch etwas näher an das Stadion und die letzten Meter legte ich dann zu Fuß zurück.
Aufgrund meiner knappen Anreise hatte ich noch aus dem Zug ein Onlineticket gekauft. So kam ich recht schnell in das Stadion und konnte mit dem Anpfiff das Stadion betreten. Das Stadion mit Ausbau an allen vier Seiten gefiel mir ziemlich gut. Größtenteils gab es Stehplätze und nur auf einer Seite gab es überdachte Sitzplätze. Die Stehplätze waren komplett unüberdacht. Erfreulicherweise wurde hier auf Naturrasen gespielt. Auch die Anlage war großzügig und liebevoll gestaltet. Ein Grillmeister, brutzelte frische Burger und glücklicherweise war auch Kartenzahlung möglich. Ich hatte nämlich nicht eine einzige Bargeldabhebung vorgenommen. Der Kombideal aus Bier und Burger für nen knappen 10er war dabei schon richtig stark.
Im Zentrum der Stehtribüne versuchte sich ein Kern von circa 50 Leuten an organisierter Stimmung. Das war in Ordnung- aber zündete mich nicht richtig an. Im Gästeblock war eine ähnliche Anzahl an Leuten auf einem ähnlichen Niveau unterwegs. Trotz des fast blauen Himmels, knallte noch ein kleiner Schauer über uns. Sommerregen. Regenbogen. Geil! Es waren kaum Hopper da und der Besuch fühlte sich wie ein guter Einblick in die schwedische Gesellschaft an.
Auf dem Platz war das sportliche Kräfteverhältnis klar verteilt. Früh gingen die Gäste deutlich in Führung und konnten ohne jegliche Probleme ein 0:3 einfahren. Um mich herum nahmen das etliche Heimfans nicht ganz so gelassen auf und insbesondere die U60 Fraktion buhte die Mannschaft recht ausdauernd aus.
Nach dem Spiel ging es den Weg analog zurück. Ein Stück laufen, Bus nehmen und mit dem Zug zurück nach Malmö. Von dort war es dann nur noch ein Katzensprung bis in die Unterkunft. Leider hieß es am nächsten Morgen dann auch schon Abschied nehmen. Malmö echt eine lebenswerte Stadt.





Lebenswert – und beim zweiten Mal immer sogar noch besuchenswerter als beim ersten!
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