Landesliga Berlin Staffel 1
Zuschauer: 60
Sportplatz Ungarnstraße: Berlin
Bis weit in den Juni hinein konnte man in Berlin und Brandenburg noch Pflichtspiele gucken. Die Sommerpause ist ein Mythos, wobei immerhin 12 Tage seit meinem letzten Spielbesuch in Norwegen vergangen waren. Ich vermute das muss als Sommerpause herhalten. Mit Röller ging es am Freitagnachmittag in den Wedding zum Sportplatz Ungarnstraße. Es gab unzählige Varianten zum Ground zu kommen. Recht spontan entschieden wir uns auf dem Hinweg für den Umstieg am Zoo, U9 und dann den letzten Kilometer zu Fuß.
Am Sportplatz angekommen wurden wir mit einem freundlichen „Ich sehe Geld“ empfangen. Für die Eintrittskarte wechselten Reichtümer den Besitzer und auch im Nachgang ließen wir uns nicht lumpen und ließen unsere hart verdienten Euronen brav in der Vereinskneipe. Das kulinarische Angebot war ziemlich kurios:
- Wiener Würstchen
- Sucuk Toast
- Aufguss-Nudeln
Ich entschied mich für das Sucuk Toast, das als Weddinger Variante der Tosta Mista gelten dürfte. Das war solide. Etwas neidisch war ich dennoch, dass sich zahlreiche Leute ihre Döner mit an den Platz nahmen. Das wäre im Wedding vermutlich die bessere Alternative gewesen. Dafür gab es Cola-Dosen aus Nigeria. Naheliegend…
Sportlich hatte das Spiel keine Relevanz mehr. Meteor wusste bereits, dass sie das Aufstiegsrelegationsspiel gegen den SSC würden austragen müssen. Viktoria war im Mittelfeld der Tabelle versackt. Verrückterweise entstand dennoch ein recht belebter Kick. 3:3 hieß es am Ende durchaus leistungsgerecht.
Die Anlage war besser als es das Bild in der Hopping App hätte vermuten lassen. 3 Stufen auf beiden Seiten, Blick auf den nahegelegenen Park. Dazu wurden ein paar Bierbänke zum Verweilen aufgestellt. Das war in Ordnung. Nicht in Ordnung war der nervige Schiedsrichter, der uns bereits mit einem fragwürdigen Elfmeterpfiff verwundert hatte. Am Ende ließ er völlig lächerlich 8 Minuten nachspielen (aus denen 11 wurden). So kamen wir mit Zeitstress von der Sportanlage los und verpassten dann wirklich an drei verschiedenen Stellen den Zubringerbus haarscharf. Das passiert mir auch nicht oft. Zu Fuß ging es dann zur U-Bahn, dann mit der S-Bahn zum Westkreuz und weiter nach Hause. In der Bahn trafen wir sogar noch das Flagschiff und Conni, sodass am Ende wohl alles seinen Sinn hatte.



