16.05.2026 SC Wiedenbrück- Borussia Dortmund II 2:0

Regionalliga West

Zuschauer: 742

Jahnstadion: Wiedenbrück

Unsere Auswärtsfahrt nach Bielefeld startete bereits am Samstagvormittag. In Bielefeld angekommen, trennte ich mich von meiner kleinen Reisegruppe, die mir dankenswerterweise grünes Licht für einen Spielbesuch in Wiedenbrück gab. Also setzte ich die Beiden in den Zug, schaffte es vor dem letzten Piepen wieder heraus und stieg dann wenige Minuten später in den Regionalexpress nach Rheda. Dort angekommen, brachte mich dann der Bus in die Nähe der Spielstätte des heutigen Tages.

Der Verein kämpfte noch um die theoretische Chance auf den Klassenerhalt und verscherbelte in diesem Kontext die Stehplatzkarten für 5€- was dann auch mich als Groundhopper freute. Wiedenbrück war in der Pole-Position um den 16. Platz. Diese würde für den Klassenerhalt reichen, wenn am Sonntag Düsseldorf aus der zweiten Liga absteigen würde. Als Kollateralschaden müsste in diesem Fall dann die zweite Mannschaft der Düsseldorfer aus der Regionalliga West zwangsabsteigen.

Ich erreichte die Anlage entspannt 20 Minuten vor dem Anpfiff. Das Vereinsheim war ganz süß und die Kulinarik unterschiedlich. Während meine Pommes lecker waren, war das angebotene Schweineschnitzel so unappetitlich, dass ich sogar vorzeitig das Handtuch werfen musste. Dafür gab es unter anderem auch Weinschorle für einen fanfreundlichen Preis, was mich zufrieden stellte.

Ich stellte mich dann an die Bande und verfolgte mit einem Auge das Spiel. Mein anderes Auge war eher auf den Plätzen der dritten Liga, denn der Aufstiegskampf war absolut dramatisch. So hatte ich im Laufe der Partie die Gewissheit, dass wir nächstes Jahr nach Cottbus müssen- toll! Bei meinem Spiel war Wiedenbrück die dominante Mannschaft, die insbesondere durch eine starke Körpersprache klar machte, das Spiel hier heute zu gewinnen. So kam es dann schlussendlich auch und wie wir heute wissen- reichte das 2:0 durch den Düsseldorfer Abstieg sogar noch für den Klassenerhalt. Herzlichen Glückwunsch!

Auf den Rängen hatte sich ein kleiner Stimmungskern von 10 Leuten formiert, der sich qua Habitus und Fahnen der Ultràkultur zurechnete. Mich holte es wirklich 0 ab und das Medley an geklauten Melodien war traurig. Der Moment als sie eine geklaute BVB-Melodie nutzten und die Fraktion im Gästeblock miteinstimmte, war wirklich brachial unangenehm.

Für mich ging es dann zu Fuß zurück zum Bahnhof in Rheda. Sowohl Wiedenbrück als auch Rheda waren dabei erstaunlicherweise extrem sehenswert. Tolle Fachwerkarchitektur, großzügige Parks und eine schöne Innenstadt. Das konnte sich wirklich sehen lassen. Nach einer Odyssee mit den Regionalbahnen war ich dann im temporären Domizil.

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