Landesliga Nord
Zuschauer: 623
Stadion am Luftschiffhafen: Potsdam
Die weit fortgeschrittene Saison sollte noch ein weiteres Highlight herauszaubern. Ende Mai verkündete Viktoria Potsdam, dass sie im Falle eines Aufstiegs seine Heimspiele im Stadion am Luftschiffhafen austragen würden. Das war natürlich eine wahnsinnige Nachricht, denn das Stadion am Luftschiffhafen ist mit einer angegebenen Kapazität von 11.000 Zuschauern ein echtes Brett und wurde seit Jahrzehnten nicht mehr bespielt. Das letzte Heimspiel der Saison wurde dann bereits im Luftschiffhafen angesetzt. Traumhaft! Trotz des zu erwartenden Hopperauflaufs wollten wir uns diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.
So reiste unser Familienmob mit dem Fahrrad an. Bereits am Einlass zeigte sich, dass Viktoria heute seine Hausaufgaben gemacht hatte. Dieses Spiel wäre prädestiniert für Chaos gewesen. Es gab jedoch keines. Der Einlass war entspannt und gut organisiert und mit einem Preis von 5 Euro für dieses Highlight auch echt fanfreundlich gestaltet. Auch danach war die Situation an den Verpflegungsständen wirklich angenehm. Es gab eine gewaltige Auswahl und so ließen wir uns einen echt leckeren Aperol schmecken. Das war wahrlich ein Fußballfest. Wenn Viktoria dieses Niveau aufrechterhält, dann werden wir in der kommenden Saison sicher noch einige Male anwesend sein.
Der Hopperauflauf war wie erwartet real. Wir hatten uns erst in die Nähe einer Cottbusser Gruppe gesetzt und so war ich nicht böse als der Mini Ha-Ho-He Fußball spielen wollte und ich dadurch den Platz wechseln konnte. Grundsätzlich viel aber niemand groß negativ auf und viele strahlten die Freude aus diesen Ground heute kreuzen zu dürfen.
Viktoria war bereits vor dem Spieltag sicher aufgestiegen und ließ sich demzufolge auch vom frühen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Es wurde ein konstanter Schlagabtausch, der schlussendlich 4:3 für Viktoria endete. Viktoria hat einen bemerkenswerten Run hinter sich und machte den fünften Aufstieg in Serie perfekt. Wahnsinn! Es liegt natürlich nahe dort gewisse finanzielle Mittel zu vermuten. Diese scheint es auch durchaus zu geben aber laut Medienberichterstattung wohl keinen einzelnen Investor. Man profitiert wohl einfach von der wohlhabenden Stadt Potsdam. Man kann aber auch auf Spieler zurückgreifen, die früher deutlich höher gespielt haben. Als Torschützenkönig wurde beispielsweise der frühere Babelsberger Natterman geehrt.
Ein kleiner, heftiger Regenschauer erwischte uns noch auf dem falschen Fuß. Wir wechselten daher noch auf die schicke Holztribüne. Nach dem Spiel gab es noch eine kleine Meisterfeier und wir zockten noch ein bisschen Fußball auf dem Feld. Dann ging es langsam zurück nach Hause und wir freuten uns über den schönen Tag.





