15.08.2026 Hertha BSC- 1. FC Heidenheim 4:1

2. Bundesliga

Zuschauer: 41.459

Olympiastadion: Berlin

Das erste Heimspiel der Saison stand an und sowohl die Anstoßzeit als auch der Gegner waren familienfreundlich. Nach einigem Hin- und Herüberlegen entschied ich mich für einen pflichtfreien Spieltag und reiste im Familienmob zum Olympiastadion. Als wir am S-Bahnhof ausstiegen knallte die Sonne schon ziemlich unnachgiebig. Es sollte ein heißer Tag werden und die Hitze beeinflusste sichtbar das Energielevel des Mini Ha Ho Hes. Der Einlass war recht schnell und entspannt absolviert. Nach einigen kurzen Gängen wollte der Kleine dann in die Kurve. Am Einlass wurden wir jedoch gestoppt. Wir bräuchten zwei Karten. Diskussionen waren zwecklos und so bog ich entschlossen zur Fanbetreuung ab. Vielen Dank für die sehr schnelle und unkomplizierte Hilfe! Das war wirklich großartig. So klappte es im zweiten Anlauf dann doch und wir konnten in die Kurve und einigen Leuten Hallo sagen. Die Eindrücke waren merklich fordernd und die Schüchternheit war bemerkenswert. Das Angebot von Pommes zündete dann aber doch! Kurze Zeit später gingen wir dann wieder nach oben und für den Kleinen auf die Gerade, während es für mich zurück in die Kurve ging.

Es war wirklich richtig heiß! Dennoch startete die Kurve erstaunlich gut in die Partie. Sicher half auch der Spielverlauf- aber die erste Halbzeit gefiel mir richtig gut und es machte vor allem Spaß. In der zweiten Halbzeit pendelte sich das Niveau etwas ein, ohne jedoch einzubrechen. Mit dem Kontertor von Adewumi brachen dann alle Dämme und die Ostkurve eruptierte ein weiteres Mal. Die Fanszene punktete einmal mehr durch Spruchbänder. „Berlin lässt sich nicht spalten! In Gedanken bei den Opfern des Anschlags“ freute mich persönlich sehr. Auch die Genesungswünsche für Kennet Eichhorn, die Bezugnahme auf die zunehmenden Polizeirepressionen und die Bekräftigung der 50+1 Regel waren stark.

Die Heidenheimer hatten seit Paderborn die geringste Gästekulisse im Olympiastadion. Mit blau-roten Folienbahnen und einer ausgelegten Zaunfahne versuchten sie den Block zu verkleinern und für Kompaktheit zu sorgen. Optisch sah das durchaus ansprechend aus. Vernehmbar waren sie bei uns allerdings zu keinem Zeitpunkt.

Auf dem Rasen spielte Hertha wie entfesselt. Nach einer starken Freistoßvariante konnte Grønning das 1:0 nach nur zwei Minuten erzielen. Im Anschluss spielte Hertha weiter munter nach vorne und Marten Winkler erzielte nach einer starken Einzelaktion das sehenswerte 2:0. Heute funktionierte alles, denn nach einem tollen Pass von Winkler, lupfte ausgerechnet Zeefuik den Ball über den Keaper ins Tor zum 3:0. Nach der Pause patzte Gersbeck und ermöglichte so den Anschlusstreffer für Heidenheim. Nach einer kurzen, zittrigen Phase fing sich Hertha wieder und erzielte durch den sehenswerten Konter das 4:1. Wehrmutstropfen blieb die harte, aber komplett unnötige rote Karte von Zeefuik. Bei der nicht vorhandenen Kaderbreite sind solche Aktionen schwer zu verkraften. Nach dem Spiel merkte man schon eine gehemmte Körpersprache von Marten Winkler und ich vermutete, dass die Gerüchte wahr sein würden. Nicht nur nach diesem Galaauftritt, machte mich dieser Wechsel ziemlich traurig. Die Entwicklung von Winkler in den letzten Jahren war beeindruckend und er wäre ein wichtiges Puzzleteil in dem neuen System in dieser Saison geworden. Alles Gute, Matte!

Wir feierten ausgiebig mit der Mannschaft und sangen zum wiederholten Male den Gassenhauer: 102 Punkte. Wobei weiterhin 90% der Leute sich mit 100 Punkten zufrieden gab. Wahnsinn, wie man das nicht mehr aus den Leuten herausbekommt. Es ist zum Verzweifeln! Für mich ging es dann recht zügig nach draußen und mit dem Klabauterkeaper zurück nach Potsdam, wo wir den Familienmob wieder vereinten.

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