04.10.2026 Cliftonville Ladies- Glentoran WFC 4:1

Womens Premiership

Zuschauer: 271

Solitude: Belfast

Nach einem super Tag in Belfast ging es am frühen Abend mit zwei Bussen in Richtung Abendspiel. Wir liefen einen Berg hinunter und kamen an zahlreichen Häusern vorbei, die bereits großzügig im Halloween Stil geschmückt waren. Mitten in das Wohngebiet integriert stand dann das Stadion von Cliftonville FC. Solche Stadienlagen sind einfach großartig. An der Tageskasse gab es dann einen kleinen Schock, denn erstmals wurde nur Bargeld akzeptiert. Ich konnte zumindest Euro anbieten und das wurde dann auch akzeptiert. So wurden aus den 10 Pfund Eintritt am Ende 10 Euro Eintritt, was ein guter Deal war.

Dann suchten wir uns einen Platz auf der Tribüne, der nicht voller Vogelscheiße war. Im Dachbereich hatten sich nämlich zahlreiche Tauben eingenistet, die sich offenkundig regelmäßig erleichterten. Fortlaufend gingen bange Blicke nach oben, ob man wohl auch noch als Zielscheibe fungieren würde. Glücklicherweise geschah das nicht.

Das Stadion war wirklich der Hammer! Herrlich ranzig mit Tribünen an drei Seiten. An die andere Seite des Stadions grenzte direkt ein schöner See. Im Hintergrund sah man noch einige Hügel- das war schon paradiesisch. Wir verlebten eine angenehme Zeit mit Essen, Fußball gucken und Büchern lesen. In der Halbzeit konnte man nach draußen schlüpfen und auf der Wiese am See Fußball spielen. Einfach nur top!

Die Cliftonville Ladies führen die nordirische Liga an und gewannen das Spiel recht locker mit 4:1. In der Halbzeitpause wurde zusätzlich noch die U21 für ihren Meistertitel geehrt. Nach dem Spiel nutzten wir dann wieder den Seeausgang, um in Richtung der Bushaltestelle zu laufen. Es war auch in der Dunkelheit richtig idyllisch und es wirkte extrem friedlich, da keinerlei Leute unterwegs waren. Am Ende des Parks angekommen, stellte sich dann auch heraus, warum keine Leute unterwegs waren. Der Park war bereits abgeschlossen und das Tor durchaus schwer zu überwinden. Die Situation fühlte sich aber recht alternativlos an. So kletterte erst der Klabauterkeaper sehenswert über das Tor. Dann wurde der Kleine rübergegeben und im Anschluss wuchteten wir auch den Buggy hinüber. Wie das schon wieder ausgesehen haben muss. Zu guter Letzt durfte ich mich auch noch hinüberwinden und trotz enormer Befürchtungen schlitzte ich mir an den Zacken nicht das Bein auf. Junge, Junge!

Kurze Zeit später kam dann unser Bus und mit einem letzten Umstieg erreichten wir dann zu bereits fortgeschrittener Stunde unsere Ferienwohnung.

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