League of Ireland
Zuschauer: 5.684
Tolka Park: Dublin
Dank familiärer Unterstützung auf den letzten Metern wollten der Klabauterkeaper und ich heute den Spielbesuch gemeinsam bewältigen. Die Busanreise wurde verworfen und wir liefen lieber zu Fuß. Kurz vor dem Ziel stellten wir fest, dass das Stadion quasi neben dem Spielort von Mittwoch lag. Verrückt! Auf den allerletzten Metern kam dann noch einmal so etwas wie Spieltagsfeeling auf und ein Strom an Leuten floss in Richtung Stadion. Der Einlass war dann auch ziemlich voll. Wir reihten uns ordnungsgemäß in die Schlange ein. In diesen Momenten fühle ich mich immer so als hätte ich einen Nobelpreis verdient. Beim Fußball fällt es mir wirklich schwer mich nicht vorzudrängeln. Zum Glück wurde dieses Vorzeigeverhalten nicht bestraft und wir kamen wenige Minuten vor dem Anpfiff in das Stadion.
Der Strom an Menschen war surreal und es wurde immer voller. Da der Laufweg hinter dem Tor recht eng war, ging es im Zeitlupentempo nach vorne. Irgendwann hatten wir ein wenig Platz in einem Stehbereich ergattert und konnten aus der Perspektive sehen wie immer mehr Menschen ins Stadion strömten. Das sah schon wirklich ziemlich krass aus und erst zur 15. Minute hatten sich die Leute endlich auf die verschiedenen Bereiche im Stadion verteilt.
Das Stadion war eine schöne ranzige Perle. Bei Europlan wird die Kapazität im Spielbetrieb mit 4.400 angegeben. Die verkündete Zuschauerzahl lag bei 5.684. So fühlte es sich auch an. Wahnsinn!
Die Heimfanszene startete mit einem portugiesischsprachigen Spruchband in die Partie und richtete Kondolenzwünsche aus. Zudem gab es etwas Rauch. Rauch wurde ebenfalls nach den ersten Toren gezündet. In der Folge war das ein ordentlicher Auftritt mit viel Bewegung und mäßiger Lautstärke. Positiv war jedoch das „Summen“ des Stadions. Hier war richtig etwas los und eine cooles Hintergrundrauschen. Die Gästefans traten nicht in Erscheinung.
Das Spiel war recht einseitig und Shelbourne gewann mit 5:1. Der Klabauterkeaper opferte sich heroisch und ging circa in der 60. Minute, da das Einschlafen nicht so klappte wie erhofft. Zumindest wurden alle Tore gesehen. Vielen Dank! Dabei war sie in guter Gesellschaft, denn spätestens ab der 65. Minute verließen immer mehr Leute das Stadion. Da war das Spiel wohl vor allem zum Vorglühen gedacht. Für mich ging es dann kurze Zeit später mit dem Bus zurück in das Stadtzentrum.





