28.10.2026 SSV Jeddeloh II- Hertha BSC 0:2

DFB-Pokal

Zuschauer: 10.000

Marschweg-Stadion: Oldenburg

Rückblende! Zwei Herthaner liegen sich in einem Vereinsheim in Nordhorn in den Armen und jubeln über das Los Jeddeloh! Der Austragungsort in Oldenburg war wahrscheinlich und ich konnte damit extrem gut leben. Klar- wäre eine Austragung in dem Dorf ggf. noch etwas romantischer gewesen- aber das war eben auch unrealistisch. Schockierend, dass zahlreiche Herthaner in den Kommentaren von Jeddeloh für eine Austragung in Bremen warben. Oldenburg war definitiv die charmante Alternative, die man im Pflichtspielbetrieb mit Hertha nicht unbedingt erwarten durfte zu kreuzen. Grundsätzlich ist ein neues Kreuz mit Hertha mittlerweile die absolute Ausnahme geworden, sodass ich mich wirklich freute.

Da Tschernie lernen musste und ich weitreichende mobile Arbeitsmöglichkeiten habe, entschieden wir uns für eine gemeinsame Anreise mit dem ICE nach Oldenburg. Dank der Baustelle auf der ICE-Strecke nach Hannover, halten die ICEs derzeit teilweise in Potsdam. Dadurch konnte ich entspannt mit dem Fahrrad zum Bahnhof und dann direkt einsteigen. Wir sammelten auf der Fahrt leider so viel Verspätung ein, dass wir in Hannover unseren Anschluss nicht erreichten und auf den Regio umsteigen mussten. Dank Spontaneinkauf im Hannover Hauptbahnhof verging die Fahrt dann aber angenehm und entspannt. Wir bezogen noch schnell unsere Ferienwohnung und dann ging es mit einem Wegbier bewaffnet in Richtung Marschwegstadion. Tschernie nahm seinen Bildungsauftragnoch sehr ernst und klärte den Kioskbesitzer über das Tier auf seinem Bierlogo auf.

Jeddeloh zeigte sich wirklich von der gastfreundlichen Seite. Hertha bekam im Vorfeld sagenhafte 5.500 Tickets zugeteilt, die auch komplett über den Ladentisch gingen. Auch am Spieltag war alles sehr entspannt geregelt. Der Einlass verlief problemlos und der Stadionsprecher war gefühlt Herthafan. Das war ein sehr entspannter Rahmen- und das in der zweiten Pokalrunde. Herrlich!

Die Fanszene kam heute spät an, sodass um den Anpfiff herum noch viel aufgebaut und angeflaggt werden musste. Der Kniff die Beschallungsanlage mitzunehmen war richtig und wichtig, denn diese enorme Breite in diesem Oldschool-Stadion bespielen wir sonst nur selten. Die Zaunbeflaggung und auch die Verteilung der Schwenkfahnen sah top aus. In der zweiten Halbzeit gab es noch eine stark organisierte Pyroshow über die gesamte Breite des Blocks. Dazu gab es per Folienspruchband das Motto aus unserer Hymne: „Denn die Jungens von der Hertha- haben alle nur ein Ziel“. Das sah schon wirklich stark aus. Auch mit dem Support war ich zufrieden, der auch nach der organisierten Pyroshow hier und da durch eine Emotionsfackel angeheizt wurde.

Auf der Heimseite gab es keinen koordinierten Support. Auf dem Rasen machte das unsere Mannschaft gut und souverän. Wahnsinn, dass man zu so einem Spiel weitestgehend ohne Angst anreisen kann. Hertha brauchte zwar bis in die zweite Halbzeit- kontrollierte das Spiel aber durchgehend. Brekalo und Eitschi erzielten die Tore für Hertha. So kam man souverän weiter und kann sich weiter nur die Augen reiben, wie souverän diese Saison bisher verläuft. Einfach nur cool!

Wir verabschiedeten uns dann nach dem Einpacken der Sachen und entschieden uns mit Blick auf die Essensauswahl goldrichtig. Kein Schnapper- aber wirklich sehr lecker und dem schönen gemeinsamen Abend gerecht werdend. In der Ferienwohnung guckten wir noch ein bisschen die anderen Spiele und dann ging es auch irgendwann ins Bett. Die Heimfahrt am folgenden Tag wurde leider zu einer brutalen Odyssee, die mit mehr als 4 Stunden Verspätung endete. Danke Tschernie für die tolle Tour und weiter- immer weiter!

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