14.10.2018 Casa Pia vs Oriental Lisboa 2:0

Campeonato de Portugal Prio: Grupa D

Estadio Pina Manique

Zuschauer: 250

Am Vorabend hatte Sturm Leslie Lissabon weitestgehend verschont. Auf den letzten Kilometern vor dem Festland, hatte der Sturm noch seine Route geändert und die Region um Figueira da Foz statt Lissabon getroffen. So blieb es in der Hauptstadt bei kräftigen Regen und bei einigen Windböen. Dennoch war unser Halbmarathon um eine Stunde nach hinten verschoben, wodurch die Nachmittagsplanung zu bröckeln drohte. Auch eine unglaubliche sportliche Leistung konnte den Zeitdruck nicht unbedingt mindern. Nach einer kurzen Dusche hinkten wir also schon wieder die Treppe hinunter, auf der Suche nach einem Taxi. Wir werden immer mehr zu Luxushoppern.

 

Der Taxifahrer wusste sofort Bescheid und bereicherte uns mit diversen biographischen Erlebnissen rund um den Fußball und den Laufsport. Schön war es gewesen! Mit knapp fünf Minuten Verspätung betraten wir dann das Stadion von Casa Pia, das wiederrum im Vorort Boavista gelegen ist. Auf dem Weg durchquert man den wunderschönen Stadtwald Monsanto, ehe man das Stadion erreicht, das von der Stadtautobahn eingequetscht wird. Wir nahmen unsere Plätze in der Sonne ein und erfreuten uns an den Freuden des Amateurfußballs, die in Portugal besonders süß sind. Wir genossen die Fluchsalven, fluchten selbst und genossen das kurzweilige Spiel, das nicht arm an Nickligkeiten war.

Um uns herum befanden sich erstaunlich viele Fans von Oriental und generell war das Zuschaueraufkommen beachtlich. Offensichtlich hatten einige Leute die Länderspielpause genutzt, um mal bei einem Amateurspiel vorbei zu gucken.

 

Das Stadion von Casa Pia ist nur auf einer Seite ausgebaut. Ein Teil der Tribüne ist überdacht, während in unserem Teil nur Stufen waren. Ein geiles Teil, das einfach Spaß machte. Auch auf dem Platz wurde einiges geboten und Casa Pia gewann mit 2:0. Nach dem 1:0 zog sich die Mannschaft zurück und Oriental kämpfte aufopferungsvoll, um zum Ausgleich zu kommen. Ein Elfmeter brachte jedoch den Schlusspunkt. Dennoch wurde Oriental von den Anhängern frenetisch beklatscht, während Casa Pia eher zurückhaltend verabschiedet wurde. Für uns ging der Nachmittag glorreich weiter, denn wir kehrten im sagenumwobenen „Dom Leitao“ auf dem Vereinsgelände ein. Der Taxifahrer hatte mit seiner Eloge völlig Recht und so starteten wir ein geisteskrankes kulinarisches Gelage, das in dieser Form nur so in Portugal möglich ist. Wahnsinn wie lecker das war und so taumelten wir um 18.15 völlig benebelt und zufrieden aus dem Restaurant.

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