13.04.2019 RC Straßbourg- EA Guingamp 3:3

Ligue 1

Zuschauer: 25.190

Stade de la Meinau : Straßbourg

Das Auto geparkt, flux die Unterkunft für die Nacht bezogen und dann ging es auch schon zu Fuß in Richtung Stadion. Wir liefen einen schicken Weg durch die Innenstadt, sahen aber nur wenige Fußballfans. So kamen bei mir etliche Zweifel ob der Anstoßzeit auf. Als wir uns dem Stadion näherten sah man aber immer mehr Straßburgfans und ich entspannte mich innerlich. Die Absprache mit Flipper und Nemo gestaltete sich dann etwas schwierig, da die Artikulationsfähigkeiten der beiden Meeresbewohner aufgrund zahlreicher Freigetränke der Straßbourgois etwas abgenommen hatten. So warteten wir noch etliche Minuten auf die beiden und trafen sie dann an einem bekannten Schnellrestaurant. Wir erhielten unsere Karten und betraten gemeinsam das Stadion. Vielen Dank nach Straßbourg, dass wir jetzt schon das zweite Mal die Ehre hatten das Spiel mit Euch in der Kurve zu verfolgen.

Aufgrund unserer begrenzten Zeit im Elsass, ging es für uns direkt zum Flammkuchenstand. Die Wartezeit für die Flammkuchen war relativ lang, aber allen Umstehenden wurde die Zeit durch das Verhalten von Flipper und Nemo vertrieben. Mit Inbrunst bestellte vor allem Flipper seinen „Gratinée“ Flammkuchen. Die Flammkuchenfrau wurde auf charmanteste Weise umgarnt und auch den symbolischen Kniefall ließ sich Nemo nicht nehmen. Wahrscheinlich der größte Kniefall seit Willy Brandt. Dann trennten sich die Wege und wir verfolgten die erste Halbzeit unten am Zaun.

Diesen Platz hatte ich bereits bei meinem letzten Besuch ins Herz geschlossen. Man ist nah am Spielfeld und hat gleichzeitig einen guten Blick auf die Kurve. Generell gibt es im gesamten Stadionbereich die Möglichkeit direkt unten an der Ballustrade zu stehen, was wirklich cool ist. Es war schwer zu entscheiden in welche Richtung man nun gucken sollte, denn sowohl auf den Rängen, als auch auf dem Rasen ging so einiges.

Fangen wir mit dem Geschehen auf den Rängen an. Aus Guingamp waren nur wenige Leute mitgereist, die außer durch ein paar Zaunfahnen nicht in Erscheinung traten. Straßbourg hingegen überzeugte mich sehr. Die Mitmachquote in der Heimkurve war absolut exzellent und die wunderbaren Melodien wurden geschlossen vorgetragen. Das Liedgut ist dabei absolut eingängig und so gelang es selbst uns die Texte schnell mitzusingen. Es machte einfach Spaß und man merkt, wie die Stadt hinter Racing steht und der Graben zwischen Ultras und Normalos kaum existent ist. Man kann einiges lernen in Straßbourg. Per Spruchband wurde noch den Wild Boys zum Jahrestag gratuliert und von der ganzen Kurve ein Ständchen gesungen. Es machte wirklich Spaß.

Auch auf dem Rasen entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch. Guingamp ging zwei Mal in Führung, aber Straßburg schlug fast immer unmittelbar zurück. Dann konnte Straßburg sogar mit 3:2 in Führung gehen. Unglücklicherweise fing sich die Mannschaft kurz vor Schluss noch den Ausgleich. Bitter, aber verschmerzbar. So sahen es auch die Zuschauer, denn es gab viel Applaus für die Leistung der Mannschaft.

Nach dem Spiel warteten wir noch auf einen 9er der Berliner, denn wir mussten noch Karten aus ebenjenem Gefährt abholen. Es entwickelte sich ein erlebnisreicher Spaziergang, der sowohl mit, als auch ohne Alkoholeinfluss denkwürdig war. Das Erlebnis gestaltete sich dabei nur unterschiedlich. Während der Neuner sich Richtung Karlsruhe und in Richtung Party der Wild Boys auf den Weg machte, gingen wir durch ein düsteres Industriegebiet in die Straßburger Innenstadt, wo wir den Abend noch ausklingen ließen, bevor wir die Nacht beendeten.

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