17.09.2021 Amora FC- Oriental Dragon 0-1

Estádio Alfredo da Silva: Barreiro

Zuschauer: 150

Liga 3

Ich hatte mich riesig auf dieses Spiel gefreut. Ich war vor einigen Wochen im Zeichen der „Internationale“ in Amora und hatte dort bereits einen Blick auf das Stadion von Amora werfen können. Leider kam zu Beginn der Woche dann bereits der Dämpfer und es stellte sich heraus, dass Amora das Spiel in Barreiro austragen wird. Nicht optimal- aber wenn der Ausweichground das altehrwürdige Estádio Alfredo da Silva ist, dann überlegt man nicht lange und freut sich trotzdem auf einen schönen Fußballnachmittag. Mit dem Boot ging es für mich heute nach Barreiro. Ich hatte bewusst eine späte Verbindung gewählt- aber etwas erstaunt war ich dann doch, als ich realisierte, dass ich noch einige Minütchen würde herauslaufen müssen, um den Anpfiff zu erleben.

Dies gelang mir spielend und auch die Situation am Eingang spielte mir in die Karten. Ruckzuck hatte ich mein Ticket in der Hand und betrat das wunderschöne Stadion noch vor den beiden Mannschaften. Der eigentliche Hauptverein Fabril Barreiro erlebte in diesem Stadion einst ruhmreiche Zeiten und spielte in den 70ern im Europapokal sogar gegen den 1.FC Kaiserslautern (die erlebten auch mal bessere Zeiten).

Ich saß auf Höhe der Mittellinie und genoss sowohl die Sonne, als auch die Partie. Man konnte bei diesem Spiel sogar auch Livewetten platzieren. Ich war fest davon überzeugt, dass ich den perfekten Wettbetrug aufgedeckt hatte und hielt das Handy griffbereit. Als die Gäste von den Oriental Dragons die unverdiente Führung erzielten, drückte ich siegessicher den Knopf. Nur leider waren die Buchmacher schneller und die Masche ging nicht auf. In der Halbzeit verließ ich das Stadion kurz, um in einer Bar Proviant zu kaufen. Den Weg legte ich mit einigen Leuten von Amora zurück, mit denen ich mich nett unterhielt und die noch unzufriedener mit dem Spielort waren als ich. Anscheinend entspricht das eigene Stadion nicht den hohen Drittligastandards… Eine Renovierung ist aber wohl im Gange, sodass Hoffnung auf eine baldige Rückkehr besteht.

Ein paar Worte noch zu den Gästen. Der Verein wurde erst im Jahr 2014 gegründet und ist in den Händen eines chinesischen Investors. Die Ziele scheinen durchaus ambitioniert zu sein, sodass zu befürchten steht, dass es in den nächsten Jahren noch weiter nach oben gehen könnte. Schade für die vielen Traditionsvereine, die dafür in den unteren Ligen versauern.

In einer Pastelaria guckte ich dann die erste Halbzeit Hertha, bevor ich mich an die Überfahrt machte und in wechselnden Lokalitäten den grandiosen 2:1 Erfolg der alten Dame feierte.

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