Oberliga Nordost-Nord
Zuschauer: 625
Sportplatz an der Mühlenstraße: Klosterfelde
Die Feiertagshopper waren mal wieder motoviert zuzuschlagen. Am ersten Mai wird nicht unbedingt im gesamten Fußballgebiet gegen den Ball getreten und so waren wir sehr froh, einmal mehr im Fußball-Mekka zu wohnen. Die Auswahl fiel nicht schwer und das Zielspiel sollte in Klosterfelde, einem Ortsteil von Wandlitz stattfinden. Den Ground hatte ich schon länger auf dem Zähler gehabt, da es einer der nähergelegenen, noch offenen Oberligagrounds ist. Die günstige Terminierung wickelte mich bereits um den Finger. Als der Verein dann aber noch für eine gemeinsame Fahrradanreise zum darauffolgenden Wandlitz-Derby warb, war ich all-in. Ich würde sagen es war auch das erste Mal seit längerer Zeit, dass ich einem Amateurfußballspiel richtig freudig entgegenfieberte.
Das herausragende Wetter half natürlich ebenfalls. So gingen wir gut gelaunt aus dem Haus und verbanden den Weg zum Parkplatz des Autos noch mit einem schönen Spaziergang. Ach- wie schön ist Potsdam. Dann ging es in den hohen Norden und der Nachwuchshopper sammelte noch einige Minuten Schlaf. Mit dem Parken des Autos, gingen die Augen auf und wir in Richtung Stadion. Wir hatten das schon nahezu perfekt getimet- aber wieder einmal hörten wir nur den Anpfiff, was mich aber wirklich kaum tangierte. Wir hatten nach wenigen Sekunden einen guten Blick auf das Spielfeld und waren zur zweiten Minute am Platz.
Die Sportanlage war richtig gut gefüllt. Die Gäste aus Lichtenberg hatten einige Fans mitgebracht und hatten neben Zaunfahnen auch einige Schwenkfahnen dabei. Auch Klosterfelde überraschte mit einer stabilen Zaunfahnenkultur. Auch die Sportanlage gefiel mir sehr. Es gab eine große Tribüne und zudem noch eine kleinere Holztribüne auf der Hintertorseite. Etwas skurril war lediglich die Toilettensituation, denn man musste sich in einem wackeligen Wohnwagen erleichtern. Neben den Fans beider Mannschaften, gab es auch noch zahlreiche Fußballtouristen aus Nah und Fern. Dank kurzer Kleidung gab es viel Haut zu sehen und die Tattoo-Rate lag gefühlt bei 92%
Lichtenberg ist noch voll im Aufstiegsrennen dabei und hätte mit einem Sieg vorlegen und den ersten Tabellenplatz erobern können. In einem extrem abwechslungsreichen und intensiven Spiel, konnte aber Klosterfelde mit 3:2 gewinnen. Klosterfelde setzt sich damit oben fest- ein Aufstieg ist jedoch nicht mehr möglich.
Wenig überraschend gab es an den Verpflegungsständen einen gewissen Rückstau, aber alle waren mit viel Herzblut und Freundlichkeit dabei. Ein rundum gelungener Auftakt an diesem Nachmittag, der uns allen viel Freude bereitete.



