U17 EM
Zuschauer: 730
Kalevi Keskstaadion: Tallinn
An diesem Morgen klingelte der Wecker recht früh, denn mit der Fähre sollte es nach Estland gehen. Auch dort war ich schon einmal- hatte jedoch noch den Fußballbesuch nachzuholen. Dank des frühen Sonnenaufgangs fiel das Aufstehen unserer Gruppe nicht sehr schwer und das Fährterminal war entspannterweise sogar fußläufig erreichbar. Trotz der Abfahrtszeit um 07:30 hielten wir uns an die Angabe zum Boarding um 07:00. Verrückterweise befanden wir uns dann sogar um 07:15 bereits auf dem Wasser. Das habe ich in der Form auch noch nicht erlebt. Vermutlich möchte man somit künstlich die Fahrzeit auf die angegebenen „zwei Stunden“ drücken. Riskant auf jeden Fall für alle Zocker, die spät möglichst kommen.
Die Überfahrt war sehr angenehm und dank eines großen Spielzimmers verging die Fahrt für alle Beteiligten ziemlich entspannt. Um 09:30 betraten wir den Boden Tallinns und nach einer kurzen Fußballspielpause am Hafen, setzten wir uns in Bewegung. Wir waren uns einig, dass ein zweites Frühstück uns allen guttun würde, sodass wir kurze Zeit später im Café saßen. Danach ging es in langsamen Tempo durch die Innenstadt, die mir deutlich besser gefiel, als ich sie in Erinnerung hatte. Das gute Wetter half sicherlich auch- aber ich fand die Stadt heute wirklich wunderschön.
Nach einem Mittagsschlag gingen wir in Richtung Stadion. Estland richtete die U17-EM aus, was uns ermöglichte den Länderpunkt in einem sehenswerten Stadion an einem Dienstagnachmittag um 15:00 einzutüten. Dank einem Parkaufenthalt schwand dann auch wieder unser Puffer- aber wir hatten das gut antizipiert. So erreichten wir eine knappe Viertelstunde vor dem Anpfiff das Stadion und glücklicherweise war der Einlass auch konstruktiv. Wir durften den Buggy mit auf das Gelände nehmen und oberhalb der Tribüne parken.
Die gesamte erste Halbzeit verbrachten wir gemeinsam auf der Tribüne und der kleine Nachwuchshopper guckte recht interessiert die Partie. Cool zu sehen, wie langsam auch das Geschehen auf dem Platz interessanter wird. In der Halbzeitpause zockten wir dann Fußball und in der zweiten Halbzeit unterstützte die Kulinarik uns beim Wunsch auf unseren Plätzen zu verweilen. Das war wirklich wieder ein schöner Nachmittag.
Das Spiel war ziemlich intensiv und beide Mannschaften spielten einen wirklich guten Fußball. Italien war etwas kaltschnäuziger und konnte das 1:0 erzielen. Bei diesem Resultat blieb es dann am Ende auch.
Das Kalevi Keskstaadion gefiel mir wirklich gut. Die Renovierung hat das Stadion zwar sichtbar verändert- aber den Charme erhalten. Die steilen Tribünen ohne Überdachung waren sehenswert. Die blaue Laufbahn ließ mein Unterbewusstsein jubeln und im Hintergrund sah man drei herrliche Hochhäuser. Dieser Länderpunkt wurde stylisch eingetütet.
Nach dem Spiel drehten wir noch eine kleine Runde durch Tallinn, nahmen ein frühes Abendessen und dann ging es für 2/3 der Reisegruppe zurück zum Boot, während auf mich mit dem zuziehenden Himmel noch ein weiteres Spiel wartete.





