29.08.2026 Werderaner FC Viktoria- Brandenburger SC Süd 1:2

Brandenburgliga

Zuschauer: 137

Arno-Franz-Sportplatz: Werder

Wir hatten mit einer Mobstärke von 7-8 Leuten bei diesem Spiel gerechnet. Schlussendlich traten wir als Kernfamilienmob den Weg zu diesem Fußballspiel in Werder an. Aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen, entschieden wir uns gegen den Bus und für die Anreise mit dem Fahrrad. Bis auf einen kurzen Ausraster, da wir beide keinen Müsliriegel eingepackt hatten, verlief die Fahrt recht entspannt und wurden noch für einen 20-minütigen Powernap genutzt. Als ich vor dem Sportplatz vom Rad abstieg, gingen die Augen schlagartig auf und auch die Laune hatte sich merklich gebessert.

Wir wollten durch den Spielbesuch heute den Makel der Nebenplatzfalle aus dem vergangenen Jahr wettmachen. Erfreulicherweise kann der Heimverein wieder vermehrt Spiele auf dem Rasenplatz austragen. Grüße an Röller! Mit dem Gegner Brandenburger SC Süd war mit Blick auf das Geschehen auf den Rängen einer der besten Gegner der Liga zu erwarten. Zuletzt hatte ich den BSC 2020 während der Pandemie in Stahnsdorf gesehen. Damals standen sechs Leute mit zwei kleinen Zaunfahnen an der Bande. Heute machten sich circa 50 Fans mit dem Zug auf den Weg nach Werder, beflaggten die kleine Tribüne ansehnlich und hatten auch einige Schwenkfahnen im Gepäck.

Durch die starke Präsenz der Fanszene auf Social Media und jüngst auch die Thematisierung in der Blickfang Ultra und bei Dwidswoch hat man diese überproportional auf dem Schirm. Grundsätzlich finde ich es positiv, dass zunehmend auch kleinere Fanszenen entstehen (obwohl man in Brandenburg auch gerne zur Hertha gehen kann!). Dadurch kam ich auch mit einer gewissen Erwartungshaltung. Optisch konnte diese durchaus erfüllt werden. Mit Blick auf die Liedauswahl und die Konstanz des Supports war es eher etwas enttäuschend.

Die Lage der Sportanlage ist schlichtweg idyllisch. Wenn man mit dem Rad über die erste Havelbrücke fährt und man rundherum nur noch Wasser sieht, dann fühlt man sich fast wie in Italien. Die Insel ist dann pittoresk. Wir verbrachten die Zeit mit Fußball gucken, Fußball spielen und etwas Quatscherei. Grüße an die anwesende Herthaprominenz.

Das Spiel war ziemlich intensiv. Die frühe Führung der Brandenburger konnte Werder kontern. In der 75. Minute gab es dann zu einer Rudelbildung. Für uns sah es deutlich so aus, dass die Spieler von Werder da ziemlich ungestüm agierten. Rot sah aber zunächst ein Spieler von Brandenburg. Jetzt kochten die Emotionen hoch und auch einige Gästefans sprangen auf die Laufbahn. Kurze Zeit später bekam auch noch ein Spieler von Werder die rote Karte. Eine merkwürdige Entscheidung des Schiedsrichters. Das Spiel plätscherte nun dem Abpfiff entgegen- aber kurz vor dem Ende setzte Süd noch den Lucky-Punch. Der gemeinsame Torjubel von Mannschaft und Spielern war stark und definitiv das Highlight des Spiels.

Wir verbrachten dann noch etwas Zeit auf der Anlage und tranken beim angrenzenden Italiener noch einen Café. Dann ging es mit dem Fahrrad immer an der Havel entlang zurück nach Hause. Was für ein schöner Samstagsausflug!  

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