11.10.2026 Hertha BSC- SpvGG Fürth 2:1

2. Bundesliga

Zuschauer: 58.018

Olympiastadion: Berlin

Der Vorabend endete aufgrund der verspäteten Rückreise spät, aber geräuschlos. Am nächsten Morgen wurden wir mit so langen Ausschlafen belohnt, dass ich regelrecht erholt in Richtung Olympiastadion aufbrach. Die Anreise war entspannt und kurz nach der Stadionöffnung wuselte ich mich schnell in Richtung Stadion und zum Aufkleberstand. Aufgrund der frühen Stadionöffnung verteilte sich der Andrang recht gut und die Zeit ging gut vorbei. Dann ging es mit Nemo in die Kurve und ich war wirklich aufgeregt. Die bisherige Performance sorgt dafür, dass die Saison sportlich deutlich aufregender ist als geplant. Dementsprechend möchte ich möglichst lange diese Welle reiten und Spiele gewinnen.

In der Kurve gab es auch noch einen gewaltigen Aufreger, denn Tschernie rammelte maximal unglücklich eine Becherpyramide um und sorgte nicht nur für durstige Kehlen, sondern auch für nasse Füße. Das führte kurzfristig sogar zu Schuhwechseln und wilden Szenen. Nachdem sich die Szene beruhigt hatte, konnten wir uns auch wieder unserem Support widmen. Dieser war am heutigen Tag leider recht dürftig. Die Kulisse im Olympiastadion war am Kinderspieltag mit über 58.000 Leuten sehr beeindruckend. Nur zu selten gelang es uns als Kurve ein annehmbares Niveau zu erreichen. Das war mit Blick auf die Kulisse und die derzeitige sportliche Situation einfach zu wenig. Als positiven Ausreißer gab es ein wirklich brachiales „Auf geht’s Hertha“. Die Gruppa Süd verwies per Spruchband noch auf die Bedeutung von mentaler Gesundheit.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass uns diese Anstoßzeiten am frühen Nachmittag einfach nicht so richtig liegen. Von außen betrachtet scheint das auch für die Fans aus Fürth zu gelten. An diesem Sonntag fanden sich mit viel gutem Willen 500 Gästefans im Block ein. Optisch flaggten sie den Block wie gewohnt recht attraktiv ab. Davon abgesehen war das leider ein enttäuschender Auftritt- insbesondere mit Blick auf die Auswärtsfahrerzahl.

Auch auf dem Feld tat sich Hertha heute ungewohnt schwer. Das Spiel war extrem offen und beide Mannschaften hatten zahlreiche Torchancen. Fürth ging dann vermeintlich in Führung. Der Einsatz des Videobeweises und ein hauchzartes Abseits retteten uns dann vor dem Rückstand. Fast unmittelbar danach gingen wir dann plötzlich in Führung. Wir spielten eine Umschaltaktion überragend zu Ende und Pedersen knallte das Ding sehenswert mit Hilfe des Innenpfostens ins Tor. Seguin machte dann mit einem Distanzschuss den Deckel drauf. In der Nachspielzeit kassierten wir noch ein unnötiges Gegentor nach einer Ecke- aber gefährlich wurde es nicht mehr.

So dauerte diese irrsinnige Serie weiter an und wir durften mit der Mannschaft den siebten Sieg im siebten Spiel feiern. Wahnsinn! Völlige Euphorie brandete in mir nicht auf, denn das Spiel war eher durchwachsen und der Sieg glücklich. Das benannten alle Beteiligten in der Folge aber auch klar. Nach dem Spiel ging es langsam nach draußen und dann mal wieder zum Portugiesen. Das Bitoque schmeckte wieder herausragend und dann ging es zu einer humanen Uhrzeit nach Hause.

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