02.02.2018 SV Babelsberg 03 vs Chemie Leipzig 4:0

Karl-Liebknecht-Stadion: Babelsberg

Zuschauer: 2738

Regionalliga Nordost

 

Nach einem goldenen Wintervormittag mit strahlendem Sonnenschein, zogen gegen Nachmittag dichtere Wolken über Berlin und Brandenburg aus und es fing leicht an zu nieseln. Das hielt mich natürlich nicht davon ab das Freitagabendspiel zwischen Babelsberg und Chemie Leipzig zu besuchen. Ich war in guter Gesellschaft, denn „Udo“ begleitete mich zu diesem Kick. Dank der Bekanntschaft zum Babelsberger Mittelfeldstar ging es heute auch wieder kostenneutral ins Stadion. Danke wieder einmal dafür! Spätestens als dann die Babelsberg Hymne ertönte, war ich im siebte Himmel. Jede Zeile dieses Liedes ist einfach pure Poesie und treffender könnten die Aussagen kaum sein. „Auf alle Fälle ist es besser als in Sachsen“. Und am Ende des Chansons: „Und ich ziehe trotzdem nicht nach Bonn“. Gänsehautmomente, im weiten Rund.

Trotz der eisigen Temperaturen, fanden sich heute zahlreiche Zuschauer im Stadion ein. Chemie Leipzig wurde von circa 800 Mitreisenden begleitet, was mich außerordentlich freute. Endlich mal Gästefans in der Regionalliga und dazu noch eine respektable Szene, die sich auch nach Jahren in den Niederungen des Fußballs nicht selber zerlegt hat. Hinter der „Diablos“ Zaunfahne, war das ein ganz starker Auftritt. Vom Lautstärkepegel wiesen sie Babelsberg deutlich in die Schranken und auch die Melodien machten richtig Spaß und luden förmlich zum Mitsingen ein. Frankfurter konnte ich zumindest anhand der Zaunfahnen nicht im Gästeblock ausmachen. Gemeinsam mit den Babelsbergern zeigten die Leipziger zahlreiche Spruchbänder gegen den nordostdeutschen Fußballverband und solidarisierten sich mit den Babelsbergern. Der Verein Babelsberg hat angekündigt die verhängte Strafe nicht zu zahlen. Grund für die Strafe ist neben dem Abbrennen von Pyrotechnik, auch der Ruf „Nazischweine raus“. Der Verein erklärt sich bereit für die Pyrotechnik zu zahlen, jedoch nicht für diese politische Äußerung. Besonders brisant ist dabei, dass das Verfahren gegen Cottbus eigestellt wurde. Neben Pyrotechnik leisteten sich die Jungs einen Platzsturm, sowie Hitlergrüße und „Sieg Heil“ Rufe. Schon absurd und so liegt die Forderung der Chemiker „Wutbürger raus aus den Verbänden“ nahe.

Eine tolle Aktion des Vereins, der sich so auf die Seite der Fans stellt und hoffentlich die Öffentlichkeit schafft, um auf die Missstände der Sportgerichtsbarkeit aufmerksam zu machen. Babelsberg war auf einem soliden Niveau. Anscheinend wurden heute auch viele Rosinenpicker von dem Gegner auf den Rängen angezogen und so waren heute wenige freie Plätze auszumachen. Zum Start gab es eine kleine Optische Aktion, die auch durch etwas blauen Rauch unterlegt wurde, was ein schönes Bild ergab.

Auf dem Rasen wurde heute auch einiges geboten. Es entwickelte sich ein schönes Spiel, mit Torchancen auf beiden Seiten. Durch zwei tolle Vorlagen unseres Bekannten kam Babelsberg jedoch auf die Siegerstraße. Dann war der Widerstand gebrochen und es wurde am Ende mit eine 4:0 noch ziemlich bitter. Die Babelsberger baten den Doppeltorschützen noch auf den Zaun und feierten den Sieg ausgelassen.

Ein wunderschöner Fußballabend, der noch mit einem Bierchen und einer gepflegten Runde Dart in einer Babelsberger Kneipe abgerundet wurde. Gerne wieder!

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