04.03.2018 Fortuna Düsseldorf vs FC St. Pauli 2:1

  1. Bundesliga

Zuschauer: 37208

Multifunktionsarena: Düsseldorf

 

Fast sechs Jahre nach dem Abstiegstrauma in Düsseldorf, wollte ich mich noch einmal mit dem alten Schrecken konfrontieren und ein Spiel von Fortuna Düsseldorf besuchen. Das Spiel lag praktisch, das Ticket günstig und außerdem gab es noch ein Verkehrsverbundticket oben drauf, sodass wir umsonst von der Haustür bis nach Düsseldorf reisen konnten. Wir waren wieder gezwungen eine wilde Verbindung zu wählen, um die Sperrung auf der Strecke zwischen Köln und Bonn zu umgehen. In Düsseldorf angekommen wurde noch flux ein Wettschein gemacht, bevor es mit der Straßenbahn zum Stadion am Messegelände ging.

Nicht nur wegen der negativen Erinnerungen, mag ich das Stadion in Düsseldorf nicht besonders. Die Lage ist uninspirierend, das Stadion 08/15 und alleine beim Betrachten der Sitze bekomme ich stets Augenkrebs.

Wir hatten uns Karten für den Oberring gesichert und hatten ein interessantes Publikum um uns herum. In unmittelbarer Nähe hatten rechts aussehende Hooligans ihre Plätze bezogen und ansonsten waren weit und breit die typischen Rheinländer zugegen.

 

Von Aufstiegseuphorie ist in Düsseldorf nicht viel zu spüren und so gab es bei den vergangenen Spielen trotz des ersten Tabellenplatzes sogar Pfiffe gegen die Mannschaft. Nach einem Aufruf aus der Fanszene fanden sich heute jedoch über 37.000 Zuschauer im Stadion ein, die sich zumindest Pfiffe weitestgehend verkniffen. Davon abgesehen wurde jedoch fleißig gemotzt. Was für ein Publikum? In der Kurve der Düsseldorfer beteiligten sich über weite Strecken auch nur circa 400 Leute am Support. Immer mal wieder schwappte die Stimmung auch auf andere Teile des Stadions über, wodurch es ein durchschnittlicher Auftritt war. Von der Liedauswahl gefiel mir das jedoch überhaupt nicht und so wurde eine ausgelutschte Melodie nach der nächsten mit aussagekräftigen Texten zum Besten gegeben. Auf der gegenüberliegenden Seite hatten sich die Supportwilligen um USP im Obberrang positioniert und hinterließen ebenfalls einen soliden Eindruck. Ab und an hörte man die Gäste und das eine oder andere Fähnchen wurde auch geschwenkt. Circa 2.500 St.Paulianer waren im Gästeblock zu finden, wobei fraglich ist, wie viele davon wirklich aus Hamburg kamen.

 

Auf dem Platz nutzte Düsseldorf eiskalt seine Möglichkeiten und konnte nicht unverdient einen wichtigen Sieg im Aufstiegsrennen einfahren. Auch aufgrund der schwachen Konkurrenz können die Sektflaschen schon so gut wie kaltgestellt werden. Ein Traum war es auch die Ex-Herthaner Haraguchi und Allagui in Aktion zu sehen. Gerade ersterer machte ein durchaus gutes Spiel.

Nach der Partie ging es zur Straßenbahn, wo eine merkwürdige Einlasspolitik für eine ordentliche Verzögerung sorgte. Dann schlenderten wir noch ein wenig den Rhein entlang und durch die Altstadt, ehe es mit dem Zug zurück ins schläfrige Bonn ging, wo die Straßenbahn gefühlt den Dienst eingestellt hatte, sodass die Heimfahrt langwierig war.

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