10.03.2018 Hertha BSC vs SC Freiburg 0:0

  1. Bundesliga

Zuschauer: 38625

Olympiastadion: Berlin

 

Bereits um 06.00 schrillte der Wecker an diesem Samstagmorgen und riss mich unsanft aus meinen Träumen. Ruckzuck ging es mit der Straßenbahn zum Hauptbahnhof und dann weiter nach Köln. Dort kam dann das böse Erwachen, denn mein ICE fiel ohne vorherige Ankündigung einfach aus. Da der nächste Zug erst 1,5 Stunden später fuhr, zog es mich grummelnd in die Innenstadt. In der Millionenstadt Köln dauerte es dann einige Zeit, bis ich endlich einen offenen Bäcker finden konnte. Dort verdaddelte ich bei einem Heißgetränk die Wartezeit und fuhr dann mit dem nächsten Zug in die Hauptstadt. Dieser war dann erwartungsgemäß voll, aber ich konnte mir zumindest einen Sitzplatz sichern.

 

In Spandau stieg ich aus und fuhr mit der U-Bahn weiter nach Charlottenburg. Dort machte ich im heimischen Wettbüro einen Schein und nahm dann ein wohlschmeckendes Mittagessen im Kreise der Familie ein, denen ich den freien Samstag ordentlich verhagelt hatte. Danke noch einmal für die Unterstützung! Dann ging es auch schnell weiter und da die S-Bahn direkt kam, war ich sogar noch zu einer akzeptablen Zeit in der Kurve. Dort hieß es dann erst einmal ein paar Hände schütteln, denn durch meine Verplantheit bei den letzten Auswärtsspielen hatte es dort jeweils nur für kurze Pläuschen nach Abpfiff gereicht. Das Stadion war heute mit über 38.000 Leuten für unsere Verhältnisse fast schon grandios gefüllt. Auch in der Kurve und im Oberring waren die Reihen heute ein wenig dichter. Der Herthaner ist anscheinend wetterfühlig und traut sich erst mit dem Frühlingsanfang wieder aus seinen eigenen Gemäuern.

 

Unsere Kurve startete schwungvoll in die Partie und es machte eine Menge Spaß die Gesänge durch das weite Rund zu schicken. Der gute Auftritt der Mannschaft trug zur guten Stimmung bei. Mit abnehmender Aktivität der Mannschaft, wurde auch die Kurve etwas ruhiger, brachte das Ding jedoch auf einem akzeptablen Niveau nach Hause. Im Freiburger Gästeblock waren heute gut und gerne 3.000 Sympathisanten anzutreffen. Der Großteil wird vermutlich aus Zugezogenen bestanden haben, die den ach so sympathischen SCF auch mal live erleben wollten. Die Freiburger Szene machte einen optisch guten Eindruck und ein oder zwei Mal waren sie auch bei uns in der Ostkurve zu vernehmen. Für Freiburg ein durchaus guter Auftritt.

 

Wie bereits erwähnt zeigte die Mannschaft wieder einmal zwei Gesichter. Die erste Halbzeit war wirklich gut, aber die Chancen wurden einfach nicht genutzt. Zugegebenermaßen belebte der wieder aufgebotene Ehrenmann Mitchell Weiser das Spiel merklich. Die zweite Halbzeit war dann wirklich furchtbar und es lief auf beiden Seiten kaum etwas zusammen. Ein Punkt, der eigentlich viel zu wenig ist und langsam muss ich meine insgeheimen Europapokalträume wohl endgültig begraben. Nach dem Spiel ging es zurück nach Charlottenburg, wo ich meine Sachen einsammelte und noch ein wenig Proviant für die Rückfahrt erstand. Es sollte nämlich noch am gleichen Abend in den temporären Wohnort zurückgehen, was für ein blutendes Herz sorgte. Dafür sorgte nicht nur die fehlende Zeit in Berlin, sondern auch die fehlende Möglichkeit am nächsten Tag nach Erfurt zu fahren, um den KSC zu unterstützen. Die Fahrt verlief jedoch unproblematisch und so war ich kurz nach Mitternacht im nordrhein-westfälischen Exil.

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