05.05.2018 Hannover 96 vs Hertha BSC 3:1

  1. Bundesliga

Zuschauer: 49.000

Niedersachsenstadion: Hannover

 

Das letzte Auswärtsspiel der Saison führte die Anhänger der alten Dame in die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover. Ich reiste früh an, um das sonnige Wetter bestmöglich auszureizen und ein wenig durch eine unterschätzte Stadt zu schlendern. Hannover ist für mich eine ziemlich runde Sache. Angenehme Größe, unaufgeregt, absolut zentral gelegen und ehrliche Bewohner, stehen auf der Visitenkarte. Ein wunderschöner Samstagsspaziergang brachte mich durch etliche Winkel Hannovers und auch das eine oder andere Nickerchen auf Sonnenplätzen wurde eingelegt. Dann stärkte ich mich noch mit einem Burger, bevor es nach einem kurzen Aufenthalt am Maschsee ins Stadion ging. Bereits beim Umrunden des Stadions drangen die ersten Gesänge in mein Ohr, denn die Fanszene war bereits seit circa 14.00 im Stadion. So ertönten bereits die 90 Minuten bis zum Anpfiff regelmäßig Gesänge, was heutzutage nur noch selten vorzufinden ist. Circa 5.000 Herthaner nutzten die kurze Anreise nach Hannover und hatten Lust die Mannschaft nach vorne zu treiben und so schepperten die Gesänge gut durch das Stadion. Kurz vor Spielbeginn entledigte sich dann noch ein Großteil der Herthaner seiner Oberbekleidung und konnte durch stabile Bierbäuche glänzen. Nur die Mannschaft spielte bei diesem tollen Tag nicht mit und geriet bereits nach vier Minuten in Rückstand. In der Folge zeigte Hertha vor allem Arbeitsverweigerung, während Hannover seine Gelegenheiten einskalt nutzte und mit einer 3:0 Führung in die Pause ging. Nach dem Pfiff zeigte Hertha sich nur unwesentlich verbessert und verlor völlig verdient mit 3:1. Eine ernüchternde Vorstellung, die ziemlich repräsentativ die gesamte Saison darstellt. Die Darbietung schlug auch auf das Gemüt der Herthaner und so war die Stimmung recht schnell gedämpft. Etliche kleinere Auseinandersetzungen untereinander gab es auch noch. Schade, denn hier wäre heute richtig etwas drin gewesen. In der zweiten Halbzeit wurde der Support nicht mehr zentral koordiniert und es wurden lediglich einige Lieder für das Herz gesungen. Laut wurde es nur noch mit einem einschlägigen Sufflied und als der Niedergang des HSVs besungen wurde.

 

In Hannover war die Stimmung entspannter als zu Saisonbeginn. Die Fanszene hielt sich mit kritischen Plakaten zurück und auch das Restpublikum pöbelte nicht gegen die Ultraszene. Gesänge gab es nur selten. Lediglich der wechselnde Sané wurde frenetisch vom Stadion gefeiert und verabschiedet. Wie schön es hier ohne Martin Kind wäre…

 

Nach dem Spiel gab es gemischtes Feedback für die Mannschaft. Während der Großteil die Mannschaft brav beklatschte, reihte ich mich in die „Daumen-Runter-Fraktion“ ein. Ich verabschiedete mich dann und ließ den milden Abend mit einer entspannten Grillrunde ausklingen.

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