09.09.2018 Wuppertaler SV vs Alemannia Aachen 0:0

Regionalliga West

Zuschauer: 4.070

Stadion am Zoo: Wuppertal

 

Eigentlich hatte ich mir eine Fußballfreie Woche auferlegt, aber bereits am Montag begann das Vorhaben zu bröckeln, als ich das Regionalligaspiel in Wuppertal entdeckte. Die Chance so einfach ein wunderbares Stadion, mit einem attraktiven Gegner zu kreuzen, wollte ich mir nicht entgehen lassen. So ruderte ich umgehend zurück und konnte im Laufe der Woche neben dem Klabauterkeaper noch Vudi Röller und das Flaggschiff als Mitstreiter rekrutieren.

 

Durch ein ausgedehntes Mittagessen in einem urigen Lokal in Wuppertal, brachte ich die Reisegruppe unnötig in Bredouille und als sich dann auch noch die Parkplatzsituation als angespannt erwies, hatten wir den Abpfiff verkackt. Letztlich verpassten wir die ersten beiden Minuten, was jedoch zu verschmerzen war. Wir nahmen unsere Plätze auf der Gegengeraden ein und genossen erst einmal den Anblick dieses wunderschönen Stadions, das heute mit 4.000 Zuschauern, sogar passabel gefüllt war.

 

Die Heimseite um die Ultras Wuppertal ließ die ersten 25 Minuten aus Protest den Platz in der Kurve frei. Danach wurde die Zeit bis zur Halbzeit ausgiebig genutzt, um gegen Sport 1 zu pöbeln, das das Spiel heute übertrug und für eine Verlegung gesorgt hatte. Erst in der zweiten Halbzeit wurde die Mannschaft für 25 Minuten unterstützt, bevor sich selbst wieder eine „Sendepause“ verhängt wurde. Kann man machen, aber ob eine Terminierung auf 15.00 an einem Sonntag bei einer verhältnismäßig kurzen Anreise den Weltuntergang bedeutet, weiß ich nicht. Ich hätte mich wohl eher anders verhalten. Eine Kostprobe der Wuppertaler Mentalität bekamen wir auch in der Halbzeitpause, als wir von einem Mitglied der Ultras Wuppertal verbal geliebkost wurden und zur Ausweiskontrolle gebeten wurden, die dann jedoch nicht stattfand. Der Hass auf Fremde greift immer mehr um sich. Eine wirklich bescheuerte Aktion, die man sich einfach sparen kann, auch wenn es natürlich unglaublich cool anhört, wenn man nachher im Fanzine schreiben kann, dass man die Hopper verjagt hat.

 

Aachen machte vor allem optisch einen wunderbaren Eindruck. Fast der gesamte Gästeblock war geschlossen in einem schwarz-gelben Traditionstrikot gekleidet. Der Stimmungsbereich wurde eingerahmt, durch zwei Blockfahnen, die Flutlichtmasten symbolisierten. Circa 300 Leute beteiligten sich am Support und waren vor allem zu Beginn bärenstark. Später sank die Lautstärke ein wenig, aber optisch war das auch durch die Schwenkfahnen unverändert schön. Der Auftritt der Aachener überzeugte mich einmal mehr!

 

Auf dem Rasen gab es das überfällige 0:0. Beide Mannschaften bemühten sich zwar nach Kräften, waren jedoch sehr ungefährlich vor dem Tor, sodass der Schwarzmaler Röller recht behielt. Schade um die Serie. Nach dem Spiel fuhren wir noch mit der Schwebebahn zum Hauptbahnhof, was großes Kino war und landeten nach einigen Regionalzügen in heimischen Gefilden.

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