29.09.2018 Karlsruher SC vs Energie Cottbus 2:0

  1. Liga

Zuschauer: 10.000

Wildparkstadion: Karlsruhe

 

Während ein veritabler Mob aus Berlin, unmittelbar nach dem Spiel in Richtung Karlsruhe fuhr, wählte ich die „gediegenere“, aber immer noch brutale Variante. Kaum im Bett, klingelte nach vier Stunden bereits wieder der Wecker! Ich hievte meinen Körper zum Bahnhof und platzierte ihn im ICE. Während der Rest der Welt schlief, buckelte ich am PC noch einige Stunden für das Kapital. In Karlsruhe um 11.30 angekommen, wurde ich freundlicherweise von Sonnenschein und von einem kleinen Empfangskommando begrüßt, das mich per Auto zum Fanprojekt karrte.

 

Für mich das erste Mal im Fanprojekt und ein wirklich schöner Laden! Wir liefen dann zu Fuß zum Stadion, wobei wir den unattraktiven Weg an der Schnellstraße, anstatt den idyllischen Waldweg wählten. Das kommt davon, wenn man auf die Jungschen hört. Wir warteten dann noch etwas vor dem Stadion und wurden dankenswerterweise von den Karlsruhern mit Karten versorgt. Und die Premieren gingen munter weiter, denn das erste Mal nahm ich oberen Stimmungsblock Platz. Dort wurde ich Zeuge von dem Konzept der Pfadabhängigkeiten. Anstatt auf dem Boden zu stehen, steht man in KA nämlich auf den Stühlen. Verbessert die Sicht nicht, verschlechtert den Stand und gibt vor allem ein furchtbares quietschendes Geräusch von sich. Abartig. Aber warum sollte man mit Traditionen brechen?

 

Auf dem Rasen hatte Karlsruhe mächtig Glück, denn eigentlich war Cottbus die bessere Mannschaft. Karlsruhe konnte sich beim Keaper und beim Aluminium bedanken, dass man nicht in Rückstand ging. Im Stile einer Spitzenmannschaft, wurden die eigenen Chancen dann aber konsequent verwertet und so ging man mit einem glücklichen 2:0 Sieg vom Platz. Kein großartiges Spiel, aber da fragt hinterher keiner mehr nach. Drei weitere Punkte auf dem Weg zum Aufstieg!

 

Cottbus wurde von circa 400 Fans begleitet. Man postierte sich hinter einer großen Cottbus Fahne. So weit ich das wahrnehmen konnte, wurde nur sporadisch gesungen und auch immer mal wieder schweigend das Spiel verfolgt. War anscheinend aber auch ein schwieriger Pöbel, der etlichen Cottbus Klischees gerecht wurde.

KA war recht solide. Über weite Strecken riss mich das nicht vom Hocker, aber gerade gegen Ende konnten auch die umliegenden Blöcke stärker mitgenommen werden, sodass ein guter Eindruck bleibt. Ein wirklich traumhaftes Stadion, das immer wieder einen Besuch wert ist.

 

Nach dem Spiel ging es in einem kleineren Haufen zurück zum Fanprojekt, wo ein kulinarisches Highlight wartete, denn die Karlsruher hatten einen Imbiswagen klar gemacht, der ein halbes Hähnchen mit Pommes servierte. Da konnte man natürlich nicht Nein sagen und so schlug ich mir den Magen mit einem „halben Lebewesen“ voll, wie die Karlsruher so schön sagten. Dann ging es auch schon recht schnell weiter und 20 Blau-Weiße verteilten sich auf zwei Neuner (ja, richtig gezählt!). Danke für die Gastfreundschaft nach Karlsruhe!

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