03.11.2018 Hertha BSC vs Red Bull Leipzig 0:3

  1. Bundesliga

Zuschauer: 50.382

Olympiastadion: Berlin

 

Am Donnerstag platzte die Bombe und Hertha verkündete, dass bis auf Weiteres Blockfahnen, Spruchbänder und “Banner” für Heim- und Gästefans verboten sein würden. So konnte man endlich mal richtig klare Kante gegen all die Chaoten zeigen und für Sicherheit sorgen. Danke Hertha! Hinter den Kulissen entbrannten dann Diskussionen wie man mit diesem Verbot umgehen sollte. Letztlich setzte sich die Boykottfraktion durch, zu der ich nicht gehörte. Für mich war der Unterschied zur vergangenen Saison nicht so deutlich, da schlussendlich sogar Zaun- und Schwenkfahnen erlaubt sein sollten. Aber so ist das im Leben und so trug ich den Boykott natürlich mit.

 

Ich war relativ früh am Stadion und schloss mich der Fanszene an, die sich vor der Ostkurve befand. So verquatschte man die Zeit und einige Herthaner nutzten die Gelegenheit, um sich mit uns bzgl. des weiteren Vorgehens auszutauschen oder noch einmal über die Vorfälle aus Dortmund zu sprechen. Gegen 18.00 betraten wir dann geschlossen die Ostkurve, die schon gut gefüllt war. 50.000 Zuschauer waren heute im weiten Rund zugegen. Eine solide Zahl, die manch einer jedoch etwas höher erwartet hätte. Schließlich waren auch wieder mehrere Tausend Leipziger im Gästeblock.

 

Das Spiel ist schnell erzählt. Leipzig ging durch den Ehrenmann Timo Werner mit 1:0 in Führung. Danach war Hertha druckvoll, war aber nicht in der Lage den Ball über die Linie zu drücken. In der zweiten Halbzeit war dann irgendwie die Luft raus und Leipzig spielte das Ding routiniert nach Hause und verpasste uns mit einem 0:3 die gewohnte Heimklatsche. Bitter!

 

Auf den Rängen klappte der Stimmungsboykott erstaunlich gut. Das „Nur nach Hause“ von Frank Zander wurde noch mitgesungen, danach hing Stille über der Ostkurve und man verquatschte einfach das Spiel. Positiv zu erwähnen ist die Geschlossenheit mit der der Boykott getragen wurde. Lediglich gegen Ende des Spiels als ein Verrückter/ Betrunkener auf die Ballustrade hüpfte und wie wild mit den Armen fuchtelte, brandeten Gesänge auf. Schon skurril, das in diesem Moment die Sitzplatzblöcke aufsprangen und Gesänge anstimmten. Aber ein bisschen Entertainment muss wohl sein.

Nach dem Spiel ging es noch auf den Parkplatz, wo einige Cider geleert wurden. Was für ein geniales Getränk. Auch dort wurde noch einmal Unterhaltung geboten, denn circa 20 Polizisten halfen einem einzelnen Auto beim Ausparken. Originalzitat Polizist: „Da haben sie wieder ihre fleißige Berliner Polizei bei der Arbeit gesehen“. Ihr seid wahre Helden! Ich ließ den Abend dann im Charlottenburger Portugal ausklingen und erreichte irgendwann in einem angenehmen „Saudade“ Gefühl meine Unterkunft für die Nacht!

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